Dirk Schönberger: "Ich bin Fan von Daft Punk"

Der Creative Director von JOOP! spricht über seine Affinität zum Future-Look

 

Seit 2007 kleiden Sie das, zuletzt etwas konturlose, Label JOOP! in ein neues Gewand.Was hat sich rückblickend in dieser Zeit bei Joop! verändert? JOOP! und JOOP! JEANS haben sich in den letzten Jahren konsequent verjüngt, Wir sind progressiver, individueller und mutiger geworden. JOOP! ist auf dem Weg, eine internationale Designer Marke deutscher Herkunft mit Sex-Appeal und qualitativ höchstem Anspruch zu werden. Sie stehen für einen eher minimalistischen Modestil. Nun diente Ihnen aber eine Art Super-Geisha als Inspirationsquelle für die Frühjahr/Sommer Jeans Women Kollektion. Woher kommt die Affinität zu diesem futuristischen Thema? Ich bin Fan der Gruppe Daft Punk.

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Die Veröffentlichung des Films ELECTROMA hat mich zunächst auf diesen futuristischen Weg geführt. Bei weiterer Recherche kam ich dann schnell auf Mangas, die auf der einen Seite sehr futuristisch, auf der anderen Seite die asiatische Tradition miteinander verbinden. Aus dieser Mischung entstand dann unser Kollektionsthema. Selbst wenn ich mit meiner Kollektion früher für einen eher minimalistischen Stil stand, bedeutet das nicht, dass ich bei JOOP! dasselbe mache. JOOP! ist eine andere Marke mit einer eigenen DNA. Warum lassen Sie die Models bei Ihren Fashionshows sehr häufig zu deutscher Musik laufen? Weil ich Fan deutscher Musik bin. Jenseits der künstlich zusammengestellten sogenannten Popstars. Wie viel Dirk Schönberger steckt in JOOP! JEANS? Als Creative Director bin ich für alle Linien und Bereiche bei JOOP! verantwortlich und erfülle somit die Funktion eines Chefdesigners übergreifend für alle Kollektionen. Am Anfang der Saison gibt es ein Briefing, in dessen Rahmen Themen, Farben und Stoffe festgelegt werden. Während der Saison begleite ich die Designteams, es finden gemeinsame Fittings und ein permanenter Diskurs statt. Wer in Ihrer Modenschau gesessen hat, dem ist aufgefallen, dass viele Looks ganz ohne Denim auskommen. Steht das „JEANS“ aus JOOP! JEANS also eher für einen bestimmten Look als für ein Material? Die JOOP! JEANS Kollektion ist Jugendkultur. Sie sind die Töchter und Söhne der JOOP! Firstline. Das hat natürlich etwas mit Denim zu tun, aber nicht ausschließlich. Es geht hier um einen sich immer wieder neuerfindenen Look junger JOOP! Kunden. Die Kollektion hat sehr viel mehr mit Experiment zu tun, so wie die Zielgruppe auch noch experimentiert und sich neu interpretiert. Wo sehen Sie JOOP! JEANS in ein paar Jahren? Und was wünschen Sie dem Label für die Zukunft? Ich wünsche dem Label und mir, dass wir zusammen die Vision einer modernen Designermarke vorantreiben. Und dass wir diese Vision auf einer internationalen Plattform präsentieren und vertreiben.

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