Filip Arickx: "Wir haben uns gleich am ersten Tag verliebt"
Er ist das "F" von A.F. Vandevorst: Filip Arickx entwirft nun schon seit zehn Jahren mit seiner Frau An Vandevorst erfolgreich Kollektionen. Im Interview mit PARKAVENUE.DE verrät er, was er an seiner Frau bewundert und warum er an ihrer Kleiderwahl niemals, aber auch niemals etwas auszusetzen hat
Sie feierten mit Ihrem Label kürzlich 10-jähriges Jubiläum.Wie haben sich Ihre Kollektionen im Laufe der Jahre verändert?Die Kollektionen wurden mit den Jahren immer ausgereifter.
Was auch daran liegt, dass wir inzwischen mehr Mitarbeiter haben, mehr auf Qualität achten können und neue Techniken verwenden.
Haben Sie etwas aus den ersten Jahren beibehalten?Ich glaube wir haben tatsächlich gar nichts beibehalten.
Jede Kollektion hat sich immer wieder neu entwickelt.
Tragen Sie Kleidungsstücke, die Sie vor zehn Jahren gekauft haben?Ja natürlich.
Ich trage fast nur alte Sachen.
Zum Beispiel Hosen und T-Shirts, die ich vor zwanzig Jahren in Indien gekauft habe.Bei Ihrer letzten Kollektion sagten Sie, dass Frauen immer eine gewisse Dualität inne haben.
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Glauben Sie, Frauen sind schizophren? Nein, nicht schizophren.
Ich meine das natürlich positiv.
Ich glaube, in jeder Frau stecken immer zwei Seiten.
Unsere Kollektion spielt mit diesen Gegensätzen: hell/dunkel, männlich/weiblich, leichte Stoffe/schwere Stoffe.Spielt Mode in Ihrem Ehe-Alltag ein wichtige Rolle? Kontrollieren Sie zum Beispiel morgens was der andere trägt?Es ist schon wichtig, dass man den anderen anziehend findet, aber es sollte nicht in Ästhetismus ausarten.„Normale“ Pärchen sind sich in Stilfragen nicht immer einig.
Gibt es Kleidungsstücke von An, die sie am liebsten heimlich in die Tonne schmeißen würden?Da An ausschließlich Sachen aus unseren eigenen Kollektionen trägt, gibt es kein einziges Stück, das ich nicht mag.Sie haben sich auf der Antwerp Academy kennen gelernt...Wir haben uns gleich am ersten Tag verliebt.
Vier Jahre waren wir gemeinsam auf der Schule, dann war An sechs Jahre Assistentin bei Dries Van Noten.
Erst danach haben wir beschlossen, zusammenzuarbeiten und unsere erste eigene Kollektion entworfen.Wie haben Sie die Arbeit aufgeteilt?Am Anfang haben wir sie nicht geteilt, wir haben alles zusammen gemacht.
Wir haben die Farben zusammen ausgewählt, die Stoffe zusammen ausgesucht, die Zeichnungen zusammen gemacht.
Jetzt haben wir die Arbeit mehr verteilt.
An kümmert sich eher um den kreativen Teil und ich mich um die Entwicklung der Firma.Welches Talent schätzen Sie besonders an Ihrer Frau?Ich bewundere, wie sie es schafft, Geschichten in Kleidungsstücke zu übersetzen.Vermissen Sie die kreative Arbeit?Da wir 24 Stunden zusammen sind, sprechen wir natürlich auch über den kreativen Part.
Für An ist es ebenso wichtig, über die Entwicklung der Firma Bescheid zu wissen.
Letztendlich machen wir immer noch alles gemeinsam, nur dass jeder für seinen Bereich die Entscheidungen trifft.
Die Arbeit ist dadurch einfacher geworden.