Sansibar: bunte Gewürzinsel im Indischen Ozean
Das alte Sultanat auf der Insel Sansibar hat die Kultur in Ostafrika seit dem 8. Jahrhundert geprägt. Auch die Sprache Swahili geht auf arabische Wurzeln zurück, deren Einflüsse noch heute zu hören sind.
Etwa 30 Kilometer vor der Küste Tansanias liegen zwei Inseln, die touristisch fast noch ein Geheimtipp sind: Unguja und Pemba. Zusammen bilden sie heute einen autonomen Bundesstaat Tansanias, wobei Unguja als die frühere Insel Sansibar bekannt ist.
Der Name der Insel hat arabische Wurzeln. Bereits im 8. Jahrhundert siedelten sich Händler aus dem persischen Raum hier an und nannten die Küste nach der Hautfarbe der einheimischen Bevölkerung: Bar Zandj. Dies bedeutet so viel wie „Küste des schwarzen Mannes“. Zwischenzeitlich ließen sich hier ebenfalls die Portugiesen bis ins 17. Jahrhundert nieder, was stellenweise an der typischen Architektur der ältesten repräsentativen Gebäude in der Hauptstadt Sansibar-Stadt noch zu beobachten ist. Heute ist der Einfluss des Orients unverkennbar, denn die überwiegende Religion ist der Islam. Noch bis ins späte 19. Jahrhundert war Unguja Zentrum des Sklavenhandels, der erst wenige Jahre später verboten wurde. Die Insel war jedoch auch bekannt als damals größter Produzent von Gewürznelken und das weltweit.
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Heutzutage ist von dem einstigen Handelszentrum und dem Reichtum der Insel wenig übrig geblieben. Einzig der Gewürzhandel blüht, und davon kann man sich als Besucher der Insel überzeugen. Hier befindet man sich an der Quelle, was den Anbau und die Ernte von Zimt, Nelken, Muskatnüssen und Pfeffer angeht. Die großen internationalen Hotels bieten sogar Tagestouren auf die Plantagen an. Hier wird sowohl die Produktion der Zimtstangen als auch die berauschende Wirkung der Muskatnuss erklärt.
Eine besondere Sehenswürdigkeit in der Hauptstadt ist das alte Zentrum „Stone Town“. Das ganze Viertel besteht aus alten Korallenhäusern, die im Zuge eines ehrgeizigen Projektes seit Jahren renoviert werden. Diese Bauten zeigen die einstige Pracht der arabischen Oberschicht des ehemaligen Sultanats.
Die Bevölkerung der Insel besteht aus Afrikanern, Arabern, Persern und Indern, die in ihrer Zusammensetzung die wechselvolle Geschichte widerspiegeln. Auch kulturell finden sich auf Sansibar die verschiedensten Einflüsse, was einen Besuch auf der bunten Tropeninsel ungemein reizvoll macht.
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