Erlebnis der besonderen Art: eine Philippinen-Reise
Südostasien hat zahlreiche wunderschöne Flecken Erde zu bieten, aber eine Philippinen-Reise zählt selbst hier zu den interessantesten Unternehmungen dieser Art in der herrlichen Region.
„Wenn jemand eine Reise tut, dann kann er was erzählen“, besagt ein altes Sprichwort. Dies gilt in ganz besonderem Maße für eine Philippinen-Reise. Nicht nur, dass der Inselstaat äußerst pittoreske Landschaften zu bieten hat, auch die Kultur und die damit verbundenen Traditionen sind äußerst vielseitig und interessant. Vor allem, wenn man sich während einer Philippinen-Reise abseits der touristischen Zentren bewegt, erlebt man ein Land, welches in erster Linie von gravierenden Gegensätzen geprägt ist.
Da wäre zum einen die Frage der Religion. Wenngleich es hier zahlreiche Kirchen gibt, die auch an Sonntagen gut besucht sind, so leben doch viele Philippinen nach den Gesetzen der alten Naturreligionen. Statt eines Arztes wird hier häufig noch die weise Frau oder der Heiler aufgesucht, der mit Rat und Tat zu Seite steht. Interessant sind auch die Dorfstrukturen, deren Bezeichnung auf den Namen für „Boot“ zurückgeht, da viele Dörfer in früheren Zeiten oftmals den Standort wechseln mussten. Meistens geschah dies mit einem Boot von Insel zu Insel, daher der Name. Da die ländlichen Regionen häufig von großer Armut geprägt sind, können Familien nicht immer alle Kinder ernähren. Bei einer intakten Dorfstruktur wird diese Fürsorge von kinderlosen Paaren übernommen, die nicht selten gleichgeschlechtlich sind.
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Eine absolut skurrile Tradition wird an vielen Orten auf den Philippinen zu Ostern praktiziert. Jedes Jahr an Karfreitag finden hier heute noch Kreuzigungen statt. Diese sind jedoch keine staatlichen Sanktionsmaßnahmen als Strafe für ein Verbrechen, sondern die Gekreuzigten durchleben diese Prozedur freiwillig. Und nicht immer sind es nur Einheimische, die meist aus Gründen der Buße, das Leiden Christi am Kreuz nachempfinden wollen. Solche Volontäre kommen aus allen Teilen der Welt, können dabei allerdings selbst entscheiden, wie lange das Prozedere durchgeführt werden soll und welcher Art. Die humanere Variante ist dabei das Binden mit Seilen an das Kreuz. Anschließend spricht einer Vertreter der Kirche sie von ihren Sünden frei und segnet diese Menschen. Tausende von Schaulustigen wohnen dabei Jahr für Jahr diesem Schauspiel bei.
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