Das älteste Naturschutzgebiet befindet sich auf Tobago
Die Karibikinsel Tobago ist die kleine Schwester von Trinidad, aber nicht minder attraktiv. Nach wie vor ein Geheimtipp, präsentiert sich die Insel in üppiger Pflanzen- und Artenvielfalt.
Die kleine Karibikinsel Tobago liegt etwa 30 Kilometer nördlich von Trinidad und gehört zu den südlichen Kleinen Antillen. Auf dem nur 40 Kilometer langen und 11 Kilometer breiten Eiland leben insgesamt etwa 50.000 Menschen, davon 20.000 in der Hauptstadt Scarborough.
Kein Geringerer als Christoph Kolumbus entdeckte die Insel im Jahr 1498, die nach vielen Jahrhunderten fremder Herrschaft 1962 unabhängig wurde.
Das tropische Klima bringt durchschnittliche Temperaturen um die 28°C und trotz der geringen Größe der Insel existiert hier das älteste Naturschutzgebiet der Welt. Seit 1764 steht der Regenwald unter Schutz, was zur Folge hat, dass die Einwohner und ihre Besucher eine außergewöhnliche Artenvielfalt genießen dürfen. Der flache südwestliche Teil ist dichter besiedelt als der felsige und zerklüftete Norden. Hier gibt sich die Infrastruktur bescheiden und so mancher zivilisationsmüde Europäer ist schon hierhin ausgewandert. Viele Deutsche besitzen auf der Insel übrigens ein Haus.
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Urlauber, die nach Tobago kommen, sollten beachten, dass von Juni bis November Hurrikan-Saison ist und ihre Planung dementsprechend gestalten. Die vielen kleinen Buchten und Strände ziehen jährlich viele Individualtouristen zum Baden im Atlantik an. Segler und Wassersportler finden hier ideale Bedingungen und etliche Yachtbesitzer gehen in den Buchten vor Anker. Jedoch ist die Karibikinsel nach wie vor ein Geheimtipp und viele große Hotels gibt es nicht. Das weltbekannte Fotomotiv des Badestrandes „Pigeon Point“ dürfte nahezu jeder im Kopf haben. Es zeigt einen langen Steg, der in das türkisblaue Wasser ragt, und am Ende steht eine mit Palmenblättern gedeckte Hütte.
Wie in der gesamten Karibik wurde die Kultur Tobagos geprägt von den Einwanderern aus den verschiedensten Kontinenten. Afrikaner, Inder, Briten und Spanier gaben der Insel ihr Gesicht. Entsprechend vielfältig sind auch die kulinarischen Spezialitäten der hiesigen Küche. Pikante Fisch- und Fleischgerichte sowie die typischen Klöße, exotische süße Früchte in Kombination mit scharfen Saucen gehören zu den Standardgerichten der südlichen Karibik.
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