Der Impressionismus ist weiblich
Am 22. Februar eröffnet die Schirn Kunsthalle Frankfurt die Ausstellung "Impressionistinnen". Erstmals in Deutschland kann man den weiblichen Anteil an der impressionistischen Bewegung bewundern, der größer war als viele glauben.
Nur Männer sind Genies.Wenn eine Frau Genialität besitzt, muss die Natur einen Mann in ihr versteckt haben. Im 19. Jahrhundert war dies eine gängige Auffassung, die zeigt, wie schwierig es für Künstlerinnen in jener Zeit war, sich zu behaupten. Da viele Frauen des gehobenen Bürgertums malten, zeichneten und musizierten, war die Grenze zwischen begabten Dilettantinnen und Berufskünstlerinnen fließend und kaum überwindbar. Eine Beziehung zum weiblichen Geschlecht sprach man impressionistischen Werken allenfalls hinsichtlich Themen und Malweise zu. Die Nähe zu Mode, Theater und kulturellem Leben sowie die Hervorhebung von Lichteffekten, die Konzentration auf den Eindruck des Moments und der offene Pinselstrich sollten dies belegen.
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Sogar nach ihrem Tod scheinen die weiblichen Größen des Impressionismus noch immer gegen Ressentiments zu kämpfen.
Als Vertreter des Genres werden meist die männlichen Berühmtheiten genannt: Monet, Manet, Renoir oder Degas.
Impressionistinnen wie Berthe Morisot, Mary Cassatt, Eva Gonzalès und Marie Bracquemond wurden aus dem Kanon der Künstler ausgeschlossen, obwohl sie zum Kern der Strömung zu zählen sind.
150 Werke der vier Malerinnen stellt die Schirn Kunsthalle Frankfurt vom 22.
Februar bis 1.
Juni 2008 aus.
Schirn Kunsthalle Frankfurt
Öffnungszeiten:
Dienstag, Freitag bis Sonntag 10 – 19 Uhr
Mittwoch und Donnerstag 10 – 22 Uhr
> www.schirn-kunsthalle.de
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