Privatinsolvenz-Kredit für Schuldner nicht einfach
Einem Verwalter müssen Teile der Einkünfte verpfändet werden, wenn man in der privaten Insolvenz steckt, und ein Privatinsolvenz-Kredit ist wegen mangelnder Bonität nicht einfach zu bekommen.
Während der Schuldner bei einer privaten Insolvenz dem Verwalter einen Teil seiner Einkünfte verpfänden muss, damit dieser an die Gläubiger verteilt werden kann, bleibt ihm selber nur das Existenzminimum. Nach der Anzahl der Unterhaltsberechtigten und dem Familienstand richtet sich die Höhe dieses Existenzminimums. Alle notwendigen Ausgaben muss der Schuldner von diesem geringen Betrag bestreiten. Man braucht kein Prophet zu sein, um zu wissen, dass dies auch bei einem sparsamen Lebenswandel sehr kompliziert wird. Wenn beispielsweise eine neue Waschmaschine gebraucht wird, ist die Frage, ob man als Schuldner einen Kredit beantragen kann.
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Gesetzlich steht dem nichts im Wege, aber ein Privatinsolvenz-Kredit ist für Schuldner, deren Bonität zu wünschen übrig lässt, natürlich nicht so einfach zu realisieren. Schließlich wird sich schwer eine Bank finden lassen, die einen Privatinsolvenz-Kredit vergibt. Denn ohne eine positive Schufa-Auskunft gibt es von der Bank meistens kein Geld und die Insolvenz wird bei der Schufa eingetragen, zudem ist die Bonität im Keller. Solch ein Makel kann ein Leben lang an einem Schuldner haften bleiben.
In Zeitungen und im Internet findet man jedoch Anbieter, die ohne Anfrage bei einer Auskunftei einen Privatinsolvenz-Kredit vergeben. Man kennt Schlagwörter wie „Kredit ohne Schufa“ oder „Geld auch mit negativer Schufa“. Meistens entpuppen sich diese Anbieter allerdings als Kredithaie, die im Gegenzug zu solchen Kreditangeboten horrende Zinsen verlangen. Oder sie setzen größere Werte im Hintergrund voraus, wie beispielsweise eine Immobilie, die aber ein privater Insolvenzschuldner gar nicht mehr besitzen darf. Wenn man dann dennoch dem Hai ins Becken folgt und später irgendwann die vereinbarten Raten nicht mehr zahlen kann, läuft man auch noch Gefahr, sich des Betrugs schuldig zu machen. Genau hier liegt die Gefahr der Kreditaufnahme während einer privaten Insolvenz: Man bewegt sich am Rande des Strafrechts. Deshalb empfehlen Experten, dass man während des sieben Jahre dauernden Schuldenregulierungsverfahrens Kredite besser außen vor lässt und versucht, mit dem Existenzminimum auszukommen.
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