Mit dem Ausbildungskredit in eine gesicherte Zukunft – so funktioniert´s

Bei einer betrieblichen Ausbildung erhalten die Jugendlichen eine monatliche Ausbildungsvergütung. Das ist nicht der Fall, wenn es sich um ein Studium oder eine schulische Ausbildung handelt.


Eine schulische Ausbildung ist unter anderem in den Gesundheitsberufen üblich. Diese dauert meist zwei oder drei Jahre und wird an sogenannten Berufsfachschulen durchgeführt. Es handelt sich dabei allerdings nicht um eine reine theoretische Ausbildung. Vielmehr werden die theoretisch erworbenen Kenntnisse in verschiedenen Praktika angewandt und vertieft. Meist hat der Jugendliche nach erfolgreichem Abschluss der Berufsausbildung auch einen höheren Bildungsabschluss erworben. Diese wesentlichen Vorteile haben doch einen Nachteil, die eigene Finanzierung. Im Gegensatz zu der betrieblichen Ausbildung erhalten die Schüler an den Berufsfachschulen keine Vergütung.

Die Finanzierung dieser Ausbildung kann auf verschiedenen Wegen erfolgen. Beispielsweise kann ein staatlicher Vollzuschuss, dass sogenannte Schüler BAföG beantragt werden. Im Gegensatz zu den Studenten müssen Schüler diese staatliche Förderung nicht zurückzahlen. Die Gewährung ist allerdings von zahlreichen Faktoren abhängig. Ein wesentlicher dabei ist, das Einkommen der Eltern. Ist dieses zu hoch, dann wird der Antrag auf BAföG abgelehnt und andere Finanzierungsmöglichkeiten müssen gesucht werden. Eine Alternative ist ein Job neben der Ausbildung. Das führt meist aber zu einer starken physischen und psychischen Belastung, die sich auf die Leistungen in der Ausbildung negativ auswirken kann. Ein spezieller Kredit für die Ausbildung kann eine Lösung für dieses finanzielle Problem sein. Schafft er doch eine gewisse Unabhängigkeit und die Gewährung ist nicht vom Einkommen der Eltern abhängig. Allerdings muss dieser, wie jedes andere Darlehen, an das Kreditinstitut zurückgezahlt werden. Doch es handelt sich dabei um eine zukunftsorientierte Investition. Daher sollte diese Variante aufgrund der langfristigen Bindung nicht gleich ausgeschlossen werden.

Das Besondere an diesem Kredit ist, dass die Laufzeit meist der Dauer der Ausbildung entspricht. Die Rückzahlung erfolgt erst dann, wenn diese abgeschlossen ist. Der Zeitpunkt, ab wann die Rückzahlung beginnt, kann teilweise auch variabel gestaltet werden. Eine sorgfältige Planung schützt dann auch vor dem finanziellen Engpass nach der Ausbildung. Beispielsweise kann vereinbart werden, dass die Rückzahlung erst 12 Monate nach bestandener Ausbildung beginnt. Die Rückzahlung erfolgt kann entweder kurzfristig innerhalb von 60 Monaten oder langfristig mit einer Laufzeit von bis zu 10 Jahren erfolgen. Abhängig sind diese Rückzahlungsmodalitäten von den getroffenen Vereinbarungen. Beim Abschluss des Vertrages sollten ebenfalls Sondertilgungen, ohne dass zusätzliche Kosten dafür anfallen, vereinbart werden. Für dieses Darlehen sind Zinsen zu zahlen. Diese sind allerdings relativ niedrig und können zwischen 3 und 6 %.

Anbieter für diese speziellen Kredite für die Ausbildung gibt es viele. Beispielsweise hat die Targobank ein Kreditangebot, bei dem die Summe zwischen und 72 Monaten liegen kann. Der effektive Jahreszins beginnt ab 3,99 %. Zum Vergleich, bei der Santander Bank wären es ab 4,95 % Zinsen. Die Angaben entsprechen dem Stand im Jahr 2011.