Zweite-Hand-Immobilien: Gekauft bleibt gekauft
Der Kauf von Zweite-Hand-Immobilien hat viele Vorteile. Um den Kauf jedoch nicht in einem finanziellen Fiasko enden zu lassen, sollten vor allem bei der Bewertung der Bausubstanz Fachleute zum Einsatz kommen.
Auf der Suche nach einem Domizil bleiben Zweite-Hand-Immobilien für Käufer die erste Wahl. Sie sind preisgünstiger als ein Neubau, der Garten ist schon angelegt und mit der zeitaufwendigen und stressigen Bauphase hat man nichts mehr tun. Vor allem geht der Kauf sehr schnell, denn hat man einmal die passende Immobilie gefunden, kann man in kurzer Zeit zu den stolzen Besitzern einer Immobilie gehören. Da der Kauf von Zweite-Hand-Immobilien eine höhere Summe verschlingt, sollten auch die Risiken bedacht werden. Im notariellen Vertrag ist in der Regel der Passus „gekauft wie gesehen“ zu finden, das heißt, ein Rücktrittsrecht, wie wir es von anderen Käufen kennen, gibt es nicht.
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Daher gilt es, das gewünschte Objekt genau unter die Lupe zu nehmen. Das sollte unabhängig vom Alter der Immobilie geschehen, da Bauschäden auch schon bei noch jungen Häusern auftreten können. Rat, auf welche Punkte der zukünftige Hausbesitzer achten sollte, ist in Büchern, auf diversen Internetportalen oder von Fachleuten zu erhalten. Gerade hinsichtlich möglicher Bauschäden sollte ein Bauexperte hinzugezogen werden, da es für Laien unmöglich ist, die versteckten Mängel zu erkennen. Das kostet zwar Geld, erspart aber möglicherweise Tausende von zusätzlichen Euros. Profis erkennen, was ein Fleck an der Wand bedeuten könnte, ob das Haus gedämmt ist oder einer dringenden Sanierung bedarf oder ob es irgendwo eine Schimmelbildung gibt. Sie überprüfen den Zustand der Türen und Fenster und den wärmetechnischen Zustand des Hauses.
Einiges kann der Käufer aber selbst tun. Er sollte zur Planungsabteilung oder dem Bauamt der Stadt gehen und sich die zukünftigen Planungen erläutern lassen. Ist in der Gegend ein Einkaufszentrum geplant? Wird über die Wiese gegenüber demnächst eine Straße, eine Kläranlage oder eine Gasleitung gebaut? Ist das der Fall, könnten in der Nähe des neuen Hauses Lärm- und Geruchsbelästigungen oder Gefahrenpotenziale auftreten. Außerdem sollte man sich an einem normalen Wochentag die Umgebung genauer ansehen, um zum Beispiel zu erfahren, ob in der Gegend eher Familien oder ältere Menschen leben oder wie hoch der Lärmpegel tagsüber tatsächlich ist.
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