Urlaub im Kloster – Stress und Hektik einfach vergessen

Urlaub im Kloster – das klingt zunächst ungewöhnlich. Doch schätzen Jahr für Jahr mehr Erholungssuchende die Möglichkeit, hinter dicken Klostermauern abzuschalten und den Alltagsstress hinter sich zu lassen.


Wer sich heute dazu entscheidet, ins Kloster zu gehen, muss nicht lebenslang hinter dicken Mauern verschwinden – er macht vielleicht nur Urlaub. Immer mehr Klöster öffnen ihre Türen für Erholungssuchende, die hier – fernab vom Alltag – wieder zu sich selbst finden möchten. Wer sich auf das Klosterleben einlässt, tut Körper, Geist und Seele etwas Gutes und kann Erfahrungen machen, die weit über den gängigen Wellness-Begriff hinausreichen.

Dennoch sollte man das Abenteuer “Kloster” nicht leichtfertig starten. Zwar ist grundsätzlich jeder willkommen; Konfession, Alter und Geschlecht spielen keine Rolle. Doch muss man sich darüber im Klaren sein, dass man sich beim Urlaub im Kloster nicht in ein „normales“ Hotel begibt. Bei aller Gastfreundschaft, die Schwestern und Brüder den Besuchern entgegenbringen, heißt es doch, die Ordensregeln zu beachten, die Klosterbewohner zu respektieren und sich anzupassen. Keinesfalls dürfen die Gäste die Abläufe stören. Wer sich nicht ganz sicher ist, ob das Klosterleben auf Zeit wirklich das Richtige ist, kann zunächst einmal ein verlängertes Wochenende im Ordenshaus verbringen. Verläuft die Erfahrung positiv, steht einem Urlaub im Kloster nichts mehr im Wege. Schon bei einem einwöchigen Aufenthalt kann man in der Ruhe und Abgeschiedenheit abschalten und neue Kräfte tanken. Wer allerdings in Meditation und Kontemplation spirituelle Erlebnisse sucht, sollte mindestens zwei Wochen bleiben.

Die angebotenen Programme sind vielfältig und reichen von Fasten- und Kneippkuren über Konzerte und Vorträge bis hin zum kreativen Gestalten wie Malen oder Töpfern. Der Gast kann am gemeinsamem Gebet und Gottesdienst teilnehmen, sich mit den Ordensmitgliedern austauschen oder Hilfe und Trost im Gespräch finden. Vielfach ist es möglich, sich für die Dauer des Aufenthaltes von einem Mitglied der Ordensgemeinschaft begleiten zu lassen.

Eines geht nicht: Einfach an die Klosterpforte klopfen und um Aufnahme bitten. Zwar werden die Schwestern und Brüder niemand hungrig und frierend fortschicken, doch ist die Zahl der Gästezimmer begrenzt. Man sollte also rechtzeitig buchen. Informationen über Klöster, die Gäste aufnehmen, gibt es im Internet.