Erdkabel verlegen: Was dringend beachtet werden muss
Wer in Eigenregie ein Erdkabel verlegen will, tut gut daran, einige wichtige Fakten zu beachten. So sollte auf jeden Fall ein Hinweis - etwa in Form eines Plastikstreifens - über dem Kabel mit eingebaut werden.
Strom wird unter Umständen auch im entlegensten Winkel im Garten benötigt. Sei es, weil ein kleiner Schuppen oder ein Gartenhaus mit Elektrizität versorgt werden soll, aber auch eine Pumpe, die einen Brunnen betreibt, braucht Energie. Logischerweise möchte niemand eine Leitung überirdisch durch seinen Garten laufen lassen, denn dieses kann nicht nur beim Rasenmähen stören, sondern ist auch gleichzeitig der Witterung ausgesetzt. Die Lösung: ein Erdkabel verlegen. Doch Vorsicht, erstens dürfen Anschlüsse an den Hauptverteiler – dem Stromkasten – nur vom Fachmann vorgenommen werden, und zweitens müssen beim Einbau des Kabels unbedingt einige wesentliche Punkte beachtet werden. Wie geht man also vor?
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Zunächst muss ein Schacht von mindestens 60 Zentimeter Tiefe ausgehoben werden. Sollte das Kabel unter einer befahrenen Strecke – beispielsweise einer Einfahrt – verlegt werden, muss er sogar 80 Zentimeter tief sein. Beim Ausschachten ist darauf zu achten, dass der Boden des „Grabens“ möglichst eben ist. Anschließend kann eine 10 Zentimeter dicke Sandschicht eingebaut werden. Sie dient zum Schutz der Leitung, etwa vor Frost oder starken Erdbewegungen im Boden. Nun kann man das Erdkabel verlegen. Hier sollte man allerdings wissen, dass dafür nicht jedes beliebige Kabel geeignet ist. Für den Außenbereich gelten hier klare Bestimmungen. Daher muss das Kabel mit einem PVC-Kunststoff isoliert und ummantelt sein. Im Fachhandel sind sie unter der Bezeichnung NYY oder NYCWY erhältlich. Gleichzeitig muss ein Mindestabstand von 30 Zentimetern zu anderen Strom führenden Leitungen eingehalten werden. Dies gilt auch für Telefonkabel.
Sind diese Punkte gewährleistet, kann das Kabel ausgerollt werden, wobei darauf zu achten ist, dass es locker verlegt wird. Sollte sich die Leitung in keinem Kabelschutzrohr für Außenbereiche befinden, muss zusätzlich eine spezielle Kabelabdeckhaube – ebenfalls im Baumarkt oder Fachhandel erhältlich - mit eingebaut werden. Ist dieser Schritt getan, muss abermals eine 10 Zentimeter starke Sandschicht angeschüttet werden. Abschließend sollte man auf keinen Fall versäumen, ein Warnband mit Aufschrift „Erdkabel“ anzubringen.
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