Mit Nachtspeicheröfen richtig umgehen und heizen
Nachtspeicheröfen nutzen die geringere nächtliche Auslastung des Stromnetzes, um die Heizelemente während dieser Zeit aufzuheizen. Im Lauf des folgenden Tages wird die gespeicherte Wärme an den Raum abgegeben.
Zwar gehört die Zentralheizung inzwischen zu den verbreitetsten Heizungsarten, in vielen Wohnungen sind aber auch noch Nachtspeicheröfen zu finden. Diese haben den Vorteil, dass man sie nicht regelmäßig warten muss, sodass kaum Kosten für die Instandhaltung anfallen. Da die Öfen mit Strom betrieben werden, läuft die Heizkostenabrechnung hierbei meist über die normale Stromrechnung. In manchen Wohnungen verfügt auch jeder Nachtspeicherofen über einen eigenen Zähler, da einige Stromversorger spezielle Tarife anbieten, die nur für die Nachtspeicheröfen gelten. Inzwischen sind diese jedoch nur noch selten zu finden, üblicher ist die einfache Unterscheidung zwischen Tag- und Nachtstrom. Dabei ist nicht nur der Stromverbrauch der Heizung, sondern auch der aller anderen Geräte und Lichtquellen nachts günstiger.
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Um die Nachtspeicheröfen richtig zu nutzen, ist es wichtig, ihre Funktionsweise zu verstehen. Nachts, wenn das Stromnetz weniger ausgelastet ist, wandeln sie Strom in Wärme um und speichern diese in den Heizelementen, die dabei sehr heiß werden. Bis zu 600 Grad Celsius ist hierbei möglich. Im Verlauf des Tages wird diese Wärme an den Raum abgegeben. Dabei verbreitet der Heizkörper selbst oft schon ausreichend Wärme. Um diese besser im Raum zu verteilen, kann man bei den meisten Geräten ein zusätzliches Gebläse zuschalten. Viele nutzen dieses fälschlicherweise, um tagsüber die Wohnung warm zu bekommen, während die Heizung nachts ausgeschaltet wird. Dabei wird die Wohnung jedoch zum einen nicht richtig warm, zum anderen verschwendet man durch diese Vorgehensweise unnötig Energie.
Sollte der Heizkörper nicht ausreichend warm werden, muss man ihn eventuell eine Stufe höher einstellen, sodass sich die Heizelemente nachts stärker erhitzen. Allerdings spürt man den verstärkten Heizeffekt erst am nächsten Tag, da ein Nachtspeicherofen grundsätzlich nur so viel Wärme an den Raum abgeben kann, wie nachts darin gespeichert wurde. Leider kommt es dabei insbesondere bei älteren Geräten häufig vor, dass das Zimmer morgens sehr warm wird, sich im Lauf des Tages aber deutlich abkühlt. Neuere Modelle sind jedoch darauf ausgerichtet, die Wärme gleichmäßiger zu verteilen.
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