Eine Hauskauf Finanzierung will gut überlegt sein
Wer sich mit dem Gedanken an eine Hauskauf Finanzierung trägt, tut gut daran, zunächst die Angebote von verschiedenen Banken und Bausparkassen genau unter die Lupe zu nehmen. Sich informieren hilft bares Geld sparen.
Eine Hauskauf Finanzierung ist in der Regel immer eine langfristige Geschichte. Meistens zieht sie sich über einen Zeitraum von 20 und mehr Jahren. Aus diesem Grunde sollte man vor Abschluss eines Vertrages die diversen Angebote der unterschiedlichen Geldinstitute genau prüfen. Schon Differenzen von einem halben Prozent können auf diese Laufzeit rasch einen fünfstelligen Betrag ausmachen. Eine der ersten Überlegungen sollte hier die Frage Bausparkasse oder Bank sein. Wo liegt hier der große Unterschied?
Bei einer Finanzierung über die Bausparkasse kommt meistens eine sogenannte Tilgungsaussetzung zum Tragen. Das heißt, man schließt über die zu finanzierende Summe einen oder mehrere Bausparverträge ab, die zunächst angespart werden. Ist dieser Vertrag dann zuteilungsreif, wird die gesamte Summe, die ausgeschüttet wird, zur Tilgung verwendet. Ein Beispiel:
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Ein Haus kostet 100.000 € und es müssen 90.000 € finanziert werden (man setzt in den häufigsten Fällen ein Eigenkapital von 10 Prozent voraus). Schließt man nun einen Bausparvertrag über die zu finanzierende Summe ab, zahlt man lediglich die monatliche Ansparrate plus die Zinsen, die durch das Darlehen für den Kaufpreis anfallen. Getilgt wird über die gesamte Laufzeit des Bausparvertrages nicht. Erst bei Fälligkeit des Bausparvertrages wird das Darlehen als Einmalzahlung getilgt. Diese Form des Kredits wird auch Annuitätendarlehn genannt. Besonders in Zeiten von niedrigen Zinssätzen ist diese Form der Hauskauf Finanzierung von großem Vorteil, weil eine Zinsbindung fast immer über die gesamte Laufzeit gesichert ist.
Finanziert man über eine Bank, kommt zum Zinssatz des Darlehns noch die Tilgung hinzu. Diese macht meistens ein bis zwei Prozent aus. Hier reduziert sich die monatliche Belastung von Jahr zu Jahr, weil auch die Darlehenssumme geringer wird. Oft sind diese Kredite allerdings lediglich auf zehn Jahre festgeschrieben. Das hat den Nachteil, dass nach Ablauf der Zinsfestschreibung das Darlehen wesentlich teurer werden könnte. Hat man beispielsweise zu vier Prozent abgeschlossen und kommt plötzlich nach zehn Jahren in eine Hochzinsphase von zehn oder mehr Prozent, ist die Rate doppelt so hoch.
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