Die Immobilien-Finanzierung immer sorgfältig planen
Der Traum von den eigenen vier Wänden kann schnell platzen, wenn die Immobilien-Finanzierung nicht sorgfältig und langfristig kostengünstig geplant und abgeschlossen wurde. Sie dauert meist 30 Jahre.
Für die meisten Menschen ist die Immobilien-Finanzierung das größte Geldgeschäft, das sie im Laufe ihres Lebens tätigen. Da beim Kauf eines Einfamilienhauses oder einer Eigentumswohnung viele Dinge zu erledigen und viele Aspekte zu beachten sind, wird häufig der Immobilien-Finanzierung nicht die nötige Aufmerksamkeit geschenkt. Dies ist aber grundfalsch. Vor jeder Überlegung, eine Immobilie zu erwerben, sollte die Frage stehen, was man sich leisten kann. Denn der monatliche Aufwand für eine Immobilien-Finanzierung sollte in der Regel 30 Prozent des verfügbaren Netto-Einkommens nicht übersteigen.
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Eine Finanzierung setzt sich aus mehreren Kostenpositionen zusammen. Da ist zunächst die größte Position: der Kaufpreis. Ob es sich um einen Privatverkauf oder eine Bauträger-Immobilie handelt - über den Kaufpreis kann und muss man verhandeln. Drei bis fünf Prozent des Kaufpreises sollten bei einem Bauträger erreicht werden können - nicht unbedingt als Preisnachlass, sondern für Ausstattungen, die als angenehm und notwendig empfunden werden, zum Beispiel eine Duschabtrennung, die in den Baubeschreibungen meistens nicht aufgeführt ist oder ein Parkettboden, wo lediglich Teppichboden ausgewiesen ist.
Doch bevor Besichtigungen stattfinden und mit privaten Verkäufern, Maklern oder Bauträgern verhandelt wird, sollte man genau recherchiert haben, wie viel die Immobilie maximal kosten darf. Finanzierungsrechner der Banken und Sparkassen findet der Kaufinteressent im Internet. Vor allem ist zu achten auf eine gute Eigenkapitalquote. Diese sollte bei 20 bis 40 Prozent des Kaufpreises liegen. Auch die 5 bis 8 Prozent der Kaufnebenkosten für Notar, Gericht, Grunderwerbssteuer und gegebenenfalls den Makler sollten aus Eigenmitteln aufgebracht werden.
Eine 100-Prozent-Finanzierung, möglicherweise sogar zusätzlich der Kaufnebenkosten, kann nur in sehr speziellen Fällen bei außergewöhnlich hohem und stabilem Einkommen stattfinden. Die Banken und Sparkassen sind bei dieser Finanzierungsform sehr zurückhaltend. Bei gewerblichen Immobilien allerdings kann eine solche Finanzierung bei bestimmten Begleitumständen sinnvoll sein.
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