Schweizer Börse - Finanzplatz mit langer Tradition

Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts wurde in der Schweiz die erste Börse gegründet. Die heutige Schweizer Börse entstand Mitte der 90er Jahre des 20.Jahrhunderts durch einen Zusammenschluss.

 

Mitte der 90er Jahre schloss sich die Börse Genf, die Börse Basel und die Börse Zürich in einem Verein namens „Schweizerische Effektenbörse“ zusammen, der mittlerweile in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde. Die Schweizer Börse, die international vor allem unter ihrer englischen Bezeichnung "Swiss exchange“ bekannt ist, hat ihren Sitz mittlerweile in Zürich und macht einen Umsatz von über einer Milliarde Schweizer Franken jährlich. Das Börsenwesen hat in der Schweiz übrigens eine lange Tradition, denn der Vorläufer der heutigen Schweizer Börse wurde bereits im Jahr 1850 in Genf gegründet, damals unter dem französischen Namen „Société des agents de change réunis“. In den darauffolgenden sechs Jahrzehnten kamen immer neue Börsenplätze hinzu, unter anderem in Zürich, Basel, Neuchatel, St. Gallen, Lausanne und Bern.

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Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges erholte sich der Börsenhandel erstaunlich schnell wieder, und bereits Mitte der 50er Jahre konnten die verschiedenen Börsen wieder Rekordumsätze vermelden. Die Schweizer Börsenlandschaft war es auch, die in Basel und Zürich das erste Mal eine Weltneuheit präsentierte – das Börsenfernsehen. Der Computer, wie wir ihn heute privat und beruflich in Büros, Lagerräumen und Werkstätten gebrauchen, wurde allerdings erst in den 80er Jahren an den Börsen genutzt, der vollkommen elektronische Handel hielt dann am Ende der 90er Jahre Einzug in die schweizerische Börsenlandschaft und hat sich in der heutigen Zeit als sehr hilfreiche Variante des Börsenhandels herausgestellt, da es insbesondere den Zeitaufwand verringert. Bis dahin herrschte an allen Börsenplätzen noch der klassische Ringhandel vor. Erst am 15. August 1996 wurde diese Epoche des schweizerischen Börsenwesens endgültig beendet.

Im Jahr 2007 tat sich die Schweizer Börse mit der Deutschen Börse zusammen und kaufte die US-Optionsbörse. 2,8 Milliarden Dollar bezahlten die beiden Börsen als Kaufpreis, wovon die Deutschen fünfundachtzig Prozent und die Schweizer die restlichen fünfzehn Prozent übernahmen. Trotz des Verkaufs bleibt die ISE als eigenständige Marke und mit einer eigenen Struktur bestehen.

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