Islandpferde reiten - eine Herausforderung im Reitsport
Aufgrund ihrer Robustheit und ihres freundlichen Charakters erfreuen sich Isländer großer Beliebtheit. Islandpferde reiten ist zudem eine Herausforderung, da sie neben den üblichen Gangarten zwei weitere besitzen.
Seinen Namen hat das Islandpferd seiner Herkunft zu verdanken. Nur Pferde, deren Vorfahren lückenlos aus Island stammen, wo zudem die Einfuhr anderer Pferde nach wie vor verboten ist, dürfen sich als Islandpferd bezeichnen. Auf der Insel wird der Isländer als Arbeits- und Transporttier genutzt, mittlerweile ist diese sehr robuste und kräftige Rasse jedoch weit über Europa hinaus ein beliebtes Sport- und Freizeittier für Jung und Alt. Bekannt und vor allem beliebt ist es außerdem für seinen freundlichen und geduldigen Charakter, der es als zuverlässiges Reitpferd auszeichnet. Der Isländer ist zwar erst mit sieben Jahren voll ausgewachsen, erreicht dafür aber ein für Pferde vergleichsweise hohes Alter und kann mit über zwanzig Jahren durchaus noch geritten werden.
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Das Spezielle der Islandpferde ist, dass sie über die drei bekannten Gangarten hinaus noch zwei weitere besitzen, die für sonst kein anderes Pferd üblich sind. Islandpferde reiten ist somit eine besondere Herausforderung, die zunächst normale Reitkenntnisse voraussetzt, da die zusätzlichen Gangarten sehr anspruchsvoll sind. Die erste Gangart kann in der Geschwindigkeit stark variieren und sowohl schnell als auch langsam im Tempo ausgeführt werden. Das Besondere daran ist, dass diese Gangart keine Schwebephase hat, das heißt, zu jeder Zeit ist mindestens ein Fuß des Pferdes auf dem Boden, wobei sich die Ein- und Zweibeinstützen in der Schrittfolge abwechseln.
Aufgrund der fehlenden Sprungphase ist diese Gangart für den Reiter sehr angenehm – nahezu erschütterungsfrei sitzt er im Sattel und schwingt mit den Bewegungen des Tieres mit. Außerdem soll diese Art des Reitens sehr rückenschonend für den Reiter sein. Die zweite besondere Gangart wird nicht zwingend von jedem Isländer beherrscht und gilt als die Königsgangart unter den Pferden. In gestreckter Haltung läuft das Pferd in schnellem Tempo von einer Lateralen auf die andere, mit je einer Sprungphase dazwischen. Wer Islandpferde reiten will, kann sich auf eine abwechslungsreiche Sportart einstellen, sollte aber zunächst gezielt eine Ausbildung in den beiden ungewöhnlichen Gangarten in Erwägung ziehen, um nicht davon überfordert zu werden.
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