In Deutschland klettern: Das sollte man beachten
Klettern als Sportart kann in vielen verschiedenen Varianten betrieben werden. Wer die Outdoor-Variante wählt, der sollte sich vor dem Klettertrip über die einzuhaltenden Sicherheitsvorschriften informieren.
Klettersport kann sowohl in der Halle als auch in Outdoor-Anlagen sowie der freien Natur betrieben werden. Viele Sportler üben außerhalb der Saison in Hallen, um sich vorzubereiten und während der Pause nicht aus der Übung zu kommen. Die Absicherung des Kletternden erfolgt in den meisten Fällen über spezielle Seile, zudem nehmen vor allem im Außenbereich oft mehrere Personen an einer Tour teil, was zusätzliche Sicherungsmaßnahmen ermöglicht. Neben der sportlichen Variante gibt es auch Kletterarten, die in erster Linie dazu dienen, unzugängliche Orte zu erreichen – der sportliche Gedanke ist hier zweitrangig oder existiert gar nicht. Ein Beispiel dafür war bisher das Alpinklettern, bei dem hohe Felswände erklommen werden müssen. Mittlerweile gibt es auch hier eine sportliche Ausprägung, die die körperliche Ertüchtigung und den Wettbewerb in den Vordergrund stellt.
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Wachsender Beliebtheit erfreut sich auch das Freeclimbing – entgegen einer verbreiteten Meinung handelt es sich hierbei jedoch nicht um eine Disziplin, bei der vollständig auf Sicherungsmittel verzichtet wird. Zwar darf die Kletterleistung nur durch den eigenen Körper und ohne Zuhilfenahme irgendwelcher Hilfsmittel erbracht werden, zur Sicherung sind Seile aber ausdrücklich erlaubt. Das Klettern ohne Sicherung wird hingegen als Free Solo bezeichnet und birgt erhebliche Risiken für Leib und Leben.
Wer sich auf einen Klettertrip begibt, der sollte nicht nur auf ausreichende Sicherheitsvorkehrungen achten, sondern muss auch Vorschriften hinsichtlich des Naturschutzes befolgen. Besonders der Lebensraum sogenannter felsbrütender Vogelarten, zu denen beispielsweise der Wanderfalke gehört, kann durch Kletterer empfindlich beeinträchtigt werden. Auch Uhus legen ihre Nester häufig in Felsschluchten oder an Vorsprüngen an. Fühlen sich die Tiere durch einen Kletterer gestört, so kann dies fatale Auswirkungen auf die Jungtiere haben: Unter Umständen flüchten diese aus dem Nest und stürzen in den Tod, da sie noch nicht flugfähig sind. Bekannte Brutstätten sind durch spezielle Hinweisschilder gekennzeichnet - diese gelten in den meisten Fällen nicht ganzjährig, sondern nur während der auf dem Schild vermerkten Brutzeit.
Wer noch keine Erfahrung im Klettern sammeln konnte, der sollte ein entsprechendes Training absolvieren, bevor er sich in die Natur wagt. Es gibt verschiedene Vereine und Schulen, die Interessierten das Klettern beibringen. Hierzu werden in den meisten Fällen künstliche Wände genutzt, deren Abmessungen je nach Erfahrungsgrad des Lernenden variieren können. Zusätzlich muss ein spezielles Sturz- und Sicherungstraining absolviert werden, um sich und andere schützen zu können. Die tatsächlichen Kletterrouten in der freien Natur sind nach Schwierigkeitsgraden gegliedert, die sich vor allem auf internationaler Ebene stark voneinander unterscheiden können – häufig werden völlig unterschiedliche Bewertungskriterien genutzt, um die Kategorie der jeweiligen Route festzulegen. Aus diesem Grund sollte man sich vor einer Kletterreise unbedingt über die geplanten Touren informieren. Zur Wahl der richtigen Ausrüstung sollte man entweder Rücksprache mit erfahrenen Kletterern halten oder sich im Fachhandel ausgiebig beraten lassen. Auch die Trainer, bei denen man bereits Unterrichtseinheiten absolviert hat, stehen ihren Schülern oft mit Rat und Tat zur Seite.
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