Ein Weltwunder der Natur: Das Great Barrier Reef
Im Jahr 1770 entdeckte ein britischer Seefahrer das Great Barrier Reef vor der Küste Australiens, als sein Schiff dort auf Grund lief. Fast 3000 Einzelriffe verbinden sich dort zu einem einzigartigen Korallenriff.
Nordöstlich von Australien liegt das Great Barrier Reef Es verläuft dort fast parallel zur Küste. Die Fläche des Riffs ist so groß, dass es vom Weltall aus sichtbar ist. Aufgrund der enormen Ausdehnung ist das Riff, das 1981 zum Weltnaturerbe ernannt wurde, in mehrere Abschnitte eingeteilt. Damit einher ging ein Schutzplan, der vorsieht, das Ökosystem des Riffs genauer zu erforschen und es ins Gleichgewicht zu bringen. Die Vielzahl verschiedener Ursachen erschwert den Schutz vor Zerstörung des Riffs. Zum einen zerstört eine intensive landwirtschaftliche Nutzung des Bodens in Küstennähe das Ökosystem des Korallenriffs, beispielsweise durch Dünge- und Pflanzenschutzmittel. Zum anderen bedroht der Tourismus die einzigartige Natur der Gegend. Treibstoffe von Schiffen und Sonnencreme von Touristen verschmutzen das Wasser ebenso. Selbst wenn der auf Jahre angelegte Plan zur Erhaltung des Riffs korrekt eingehalten wird und sämtliche Maßnahmen Anwendung finden, wird es viele Jahre dauern, bis das ökologische System sich wieder erholt haben wird.
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Das Great Barrier Reef besteht aus vielen einzelnen Riffen, die zu verschiedenen Zeitpunkten entstanden sind. Die ältesten von ihnen entstanden bereits vor mehr als 18 Millionen Jahren. Im Laufe der Zeit starben vereinzelte Riffe ab und bildeten die Basis für neue Korallenriffe, so dass sich bis heute ein zusammenhängendes System von Riffen bilden konnte. Auf der Küstenseite trennt eine breite Lagune das Riff vom Festland, auf der anderen Seite fällt das Riff steil zum Meeresboden hin ab, teilweise bis zu 2000 Meter tief.
Das Great Barrier Reef beheimatet mehr als 350 verschiedene harte Korallenarten und etwa 80 Arten weicher Korallen. Darüber hinaus ist es Lebensraum für unzählige Fisch- und Schwammarten. Aber auch zahlreiche andere Tierarten sind hier heimisch. Sechs Meeresschildkröten-Arten und auch Seekühe leben im Großen Barriereriff.
Einmal im Jahr, im November, findet die Korallenblüte statt, die das Riff in ein einzigartiges, farbenprächtiges Gebilde verwandelt. Die Blüte dient der Fortpflanzung der Korallen und ist von vielen verschiedenen Faktoren, unter anderem der Wassertemperatur und der Mondphase abhängig.
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