Visitenkarten – Aushängeschild mit langer Tradition

Visitenkarten haben Tradition. Einst dienten sie Besuchern dazu, ihre Aufwartung zu machen. Heute erleichtern die Karten aus Karton oder in elektronischer Form den Austausch von Kontaktdaten mit Geschäftspartnern.

 

Schon im frühen 17. Jahrhundert war es üblich, bei einflussreichen Familien der Gesellschaft mittels Visitenkarten um Audienz zu bitten. Kam man zu Besuch, übergab man zunächst dem Butler oder Dienstboten eine Karte, die dieser dem Hausherrn auf einem Silbertablett überreichte. Dabei konnte man mit einem Knick in der Karte bereits den Grund seines Besuches ankündigen - angefangen von der ersten Aufwartung bis zur Beileidsbekundung nach einem Trauerfall. Mit dieser Geste bekundete man aber lediglich sein Interesse an einer Einladung seitens des Hausherrn. Dieser war keineswegs verpflichtet, den Besucher auch tatsächlich zu empfangen. Üblicherweise schickte er dem Interessenten die Karte zurück – entweder mit einer Einladung oder einer Absage.

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Heute erleichtern Visitenkarten im modernen Berufsleben den Austausch von Kontaktdaten mit Geschäftspartnern. Anders als früher enthalten sie dabei neben dem Namen auch die Adresse sowie die Erreichbarkeit per Telefon, Fax und E-Mail. Eine Firmenkarte enthält zudem das Firmenlogo und die Funktion des Ansprechpartners, bietet also die Möglichkeit, diskret auf die eigene Position im Unternehmen hinzuweisen.

In asiatischen Ländern spielt die Position eines Geschäftspartners im jeweiligen Unternehmen eine deutlich höhere Rolle. Zudem ist es bei den oft gleichklingenden, aber unterschiedlich geschriebenen Namen wichtig, die genaue Schreibweise des Ansprechpartners zu kennen. Ist der Austausch von Visitenkarten hierzulande ein unkompliziertes Unterfangen, verläuft dieser zum Beispiel in Japan nach genau festgelegten Regeln. So wird die Karte stets zuerst vom ranghöheren oder älteren Gesprächspartner überreicht. Der Empfänger dar Karte muss diese zunächst ausgiebig betrachten und darf sie anschließend keinesfalls in die Hosentasche stecken.

Neben den traditionellen Karten aus Karton hat sich im modernen Briefverkehr per E-Mail inzwischen die elektronische Visitenkarte durchgesetzt. Ihr Vorteil besteht darin, dass die darin enthaltenen Daten einheitlich in einer Datenbank verwaltet werden können, die unter anderem die effiziente Verknüpfung mit einer Serienbrief-Funktion erlaubt.

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