Qualifiziertes Arbeitszeugnis – wichtig zur Bewerbung

Das qualifizierte Arbeitszeugnis ist eines der wichtigsten Bestandteile einer Bewerbung. Es gibt Auskunft darüber, wie selbstständig und verlässlich man im Unternehmen gearbeitet hat.

 

Jeder, der länger als ein paar Wochen in einem Unternehmen arbeitet, kann von seinem Vorgesetzten ein Arbeitszeugnis verlangen. Man unterscheidet hier zwischen einem einfachen und einem qualifizierten Zeugnis. Das einfache gibt lediglich Auskunft darüber, welche Aufgaben man im Unternehmen verrichtet hat. Informationen, wie gut man diese Arbeiten verrichtet hat, enthält es nicht. Deshalb hat es bei einer Bewerbung auch keine so große Bedeutung wie sein qualifiziertes Pendant. Denn hier wird genau aufgeschlüsselt, ob der Mitarbeiter zuverlässig, pünktlich und loyal, oder ob er eher unzuverlässig und unverschämt war. Für einen Laien ist nicht immer ganz einfach zu entschlüsseln, ob ein solches Zeugnis gut oder schlecht ist. Denn auf den ersten Blick klingen alle Formulierungen durchaus positiv. Das hat sich im Laufe der Zeit einfach so eingebürgert, damit die Mitarbeiter sich in ihren Leistungen nicht herabgesetzt fühlen. Personalchefs kennen aber alle üblichen Floskeln und wissen deshalb sofort, ob ein Mitarbeiter wirklich gut ist, oder nicht. Die Formel "hat sich bemüht", mag auf den ersten Blick vielleicht wie ein Lob klingen. Der Personalchef weiß aber, dass der Mitarbeiter sich vielleicht bemüht hat, aber zu keinem guten Ergebnis kam. Und das sagt ihm nichts anderes, als dass der Bewerber für eine bestimmte Aufgabe nicht geeignet ist.

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Will man sich mit seinem qualifizierten Arbeitszeugnis bewerben, dann sollte man sich die Zeit nehmen, es vorher genau zu lesen. Es gibt Bücher und Webseiten, bei denen man nachschlagen kann, welcher Satz was bedeutet. So kann man ermitteln, welche Mängel man selbst bei der Arbeit hatte. Anschließend sollte man sich auf das Bewerbungsgespräch einstellen, indem man sich für die im Zeugnis erwähnten Mängel Begründungen überlegt. Denn man kann davon ausgehen, dass der potenzielle Arbeitgeber genau wissen will, was bei der alten Stelle schief ging. Wie bei allen Gesprächen gilt auch und vor allem bei Bewerbungen, dass man besser ehrlich antwortet, statt ausreden zu suchen. Steht im Zeugnis, dass man die Arbeit durch Schwätzereien mit Kollegen vernachlässigt hat, sollte man dies auch als Fehler zugeben.

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