Identity Management - unverzichtbar für den Datenschutz

Wer sich sicher in Netzwerken bewegen will, sollte auf sein Identity Management achten. Mit steigender Vernetzung wird es immer schwieriger, die eigene Anonymität aufrecht zu erhalten.

 

Dass Datenschützer grundsätzlich darauf hinweisen, bei der Nutzung des Internets und seinen Diensten auf den Datenschutz achtzugeben, ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Dieses Bewusstsein ist jedoch bei vielen Usern nicht stark genug ausgeprägt. Besonders der wachsende Einfluss von E-Commerce- und E-Payment-Systemen, Online-Rollenspielen und Social Networks stellt den Nutzer vor das Problem, dass er an vielen verschiedenen Stellen des Netzes seine Spuren hinterlässt. Hinzu kommt, dass die hinterlassenen Spuren nicht immer identisch sind. Identity Management wird also in zunehmendem Maße erforderlich.

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Es ist zum Beispiel möglich, dass jemand regelmäßig bei einem Online-Shop Waren bestellt und dazu seinen Klarnamen in Verbindung mit seinen Kontodaten angibt. Dort ist dann nur seine "wirtschaftliche" Identität für diesen Shop hinterlegt. Gespeichert werden sein Name und seine Adresse und was er wann gekauft hat. Derselbe User ist vielleicht aber auch in einem Social Network angemeldet, wo er die Möglichkeit hat, sich selbst nach seinen Wünschen darzustellen. Beispielsweise gibt er an, dass er humorvoll, tierlieb und kommunikativ sei. Dies ist eine weitere (Teil-)Identität seiner Person. Diese muss nicht mit seiner echten Identität übereinstimmen und stellt insgesamt nur eine ausschnitthafte Menge seiner "echten" Identitätseigenschaften dar.

Identity Management beginnt also zunächst auf der persönlichen Ebene. Ein User muss darauf achten, sich in unterschiedlichen Kontexten seiner Teilidentität angemessen zu verhalten. Das Problem ist besonders virulent, wenn man es vor dem Hintergrund steigender Nutzerbeteiligung im sogenannten Web 2.0 betrachtet. Auf einer weiteren Ebene wird Identity Management auch von der technischen Seite her betrieben. In Unternehmen müssen beispielsweise einzelnen Mitarbeitern verschiedene Zugriffsrechte gewährt werden, damit ein Missbrauch von Rechten ausgeschlossen werden kann. In der Praxis wird das Identitätsmanagement auch zentralisiert. Die verschiedensten nutzerbezogenen Daten werden vom jeweiligen Management-System miteinander abgeglichen, um die größtmögliche Sicherheit zu gewähren.

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