Die private Arbeitsvermittlung hilft Arbeitslosen

Es ist leider eine Binsenweisheit, aber jeder kann arbeitslos werden. Durch Engagement kann die eigene Arbeitslosigkeit überwunden werden. Zusätzlich kann die professionelle, private Arbeitsvermittlung hilfreich sein.

 

Besonders die hoch qualifizierten, jüngeren Arbeitnehmer können sich nicht vorstellen selbst arbeitslos zu werden oder längere Zeit arbeitslos zu sein. Aber inzwischen trifft das Joch Arbeitslosigkeit nicht mehr nur die schlecht ausgebildeten Arbeitnehmer, sondern auch hoch qualifizierte Mitarbeiter. Abitur und Studium waren einmal eine gute Absicherung gegen Arbeitslosigkeit. Jetzt deutet vieles darauf hin, dass diese Zeiten vorbei sind.

Was nicht jeder Arbeitslose weiß, aber wissen sollte: Es gibt die private Arbeitsvermittlung. Jeder Arbeitslose hat nach acht Wochen Arbeitslosigkeit (zurzeit gilt diese Frist) einen Anspruch auf einen sogenannten Vermittlungsgutschein. Dieser Gutschein hat für den privaten Arbeitsvermittler im Falle einer erfolgreichen Arbeitsvermittlung einen Wert von 2000 Euro. Nur wenn die private Arbeitsvermittlung es schafft, einen Arbeitslosen wieder in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis zu vermitteln, wird die Prämie von 2000 Euro an den Vermittler überwiesen. Diese Prämie wird in zwei Raten gezahlt. Die erste Rate wird fällig, wenn der ehemals Arbeitslose nach sechs Wochen noch beschäftigt ist. Wenn das Arbeitsverhältnis 6 Monate und einen Tag bestand hat, wird die zweite Rate gezahlt. Mit diesen Auflagen versucht die Arbeitsagentur zu vermeiden, dass Arbeitsverhältnisse nur zur Erlangung der Prämie vereinbart werden.

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Wie viele andere Branchen hat auch die private Arbeitsvermittlung ihre schwarzen Schafe. Der Arbeitslose erkennt sie daran, dass sie nur auf den Vermittlungsgutschein schielen. Redliche private Arbeitsvermittler führen Gespräche auf Augenhöhe mit dem Arbeitslosen. Sie beraten und geben Tipps zu den Bewerbungsunterlagen. Außerdem äußern sie eine Einschätzung, ob die Vorstellungen und Erwartungen des Arbeitslosen über eine zukünftige Beschäftigung realistisch sind. Professionelle Arbeitsvermittler drängen oder nötigen keinen Arbeitslosen eine Arbeitsstelle anzunehmen, wenn diese Beschäftigung inakzeptabel ist. Nur wenn ein Arbeitsvermittler erkennbaren Aufwand betreibt, eine Arbeitsstelle zu finden, die zu dem Arbeitslosen "passt", hat er die Prämie verdient.

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