Bewerbungsanschreiben-Muster individuell anpassen
Bei der derzeitigen Arbeitslosenquote ist die Zahl der Bewerber wesentlich höher als die der angebotenen freien Arbeitsplätze. Aus einer Vielzahl von Bewerbungen hat der Arbeitgeber die „Qual der Wahl“.
Die Bewerbungsmappe verschafft dem Arbeitgeber einen ersten Überblick über den Bewerber. Diese sollte sorgfältig gestaltet werden, denn der Bewerber wirbt beim Anbieter der Stelle für sich. Kurz gesagt, der Bewerber muss über die Bewerbung das Interesse des Arbeitgebers wecken. Kreative Ideen sind hier gefragt. Beispielsweise kann bei einer Bewerbung um einen Arbeitsplatz in einer Pizzeria die Bewerbungsmappe in einem Pizzakarton versandt werden. Generell besteht eine Bewerbung aus einem Deckblatt, dem Lebenslauf, Zeugnissen über erreichte Qualifikationen und Arbeitszeugnissen. Das Anschreiben gehört nicht in die Bewerbungsmappe. Es liegt lose oben auf und hat eigentlich mehr die Funktion eines Begleitschreibens.
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Bevor eine Bewerbungsmappe erstellt wird, ist es sinnvoll, sich über die Firma zu informieren, die die Stelle ausgeschrieben hat. Diese Informationen fließen dann in dem Anschreiben zur Bewerbung ein. Ist der Ansprechpartner in der Stellenanzeige nicht benannt, so sollte dieser ebenfalls ermittelt werden. Eine persönliche Ansprache im Anschreiben ist immer der unpersönlichen Formulierung „Sehr geehrte Damen und Herren“ vorzuziehen. Der Inhalt des Anschreibens soll beim (vielleicht) zukünftigen Arbeitgeber Neugierde erwecken. Das ist nicht einfach. Fehlen eigene, kreative Ideen, können auch Mustervorlagen genutzt werden. Diese sollten aber individuell abgeändert werden. Es muss ja nicht gleich erkennbar sein, dass Muster genutzt worden sind. Der „Einstieg“ in das Anschreiben ist meist schwierig. Einfach ist es, wenn auf eine Stellenanzeige konkret Bezug genommen werden kann. Dann ist es üblich, das auch zu erwähnen.
Bei der Formulierung des Anschreibens sollte die amerikanische AIDA – Formel zur Werbewirkung angewandt werden. Im Wesentlichen beinhaltet diese Action (Kauf der Arbeitskraft bewirken), Desire (beim Arbeitgeber den Wunsch auslösen, die Arbeitskraft des Bewerbers zu besitzen), Interest (das Interesse des Arbeitgebers am Bewerber wecken) sowie Attention (mit dem Anschreiben Aufmerksamkeit zu erregen). Das alles ist leichter gesagt als getan. Der Bewerber sollte versuchen, sich in die Lage des Personalleiters zu versetzen, der diese Bewerbung liest. Der Grundgedanke ist, dass mit dem Anschreiben der Personalleiter ein Bild vom Bewerber vor seinem inneren Auge entsteht. Ebenso hat er aber auch eine Vorstellung von dem zukünftigen Stelleninhaber. Je näher sich diese beiden Bilder oder Vorstellungen sind, desto größer ist die Chance, zum persönlichen Gespräch eingeladen zu werden.
Eine positive Abschlussformulierung ist ebenfalls sehr wirkungsvoll. Auf die Verwendung der Wörter hätte, würde oder könnte sollte besser verzichtet werden. Die Formulierung „Ich freue mich auf ein persönliches Gespräch“ hört sich doch positiver am, als die Formulierung „Ich würde mich freuen“.
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