Berufliche Rehabilitation: Rückkehr in die Gesellschaft
„Teilhabe am Leben der Gesellschaft“ sichert der Gesetzgeber in Deutschland Menschen mit einer schweren Behinderung zu. Die berufliche Rehabilitation ist ein Weg, diesen Anspruch zu verwirklichen.
Auch Menschen mit einer sehr schweren körperlichen, seelischen oder geistigen Behinderung sollen in Deutschland gleichberechtigt am Leben der Gesellschaft teilnehmen können. Das sichert ihnen der Gesetzgeber mit entsprechenden Regelungen im Sozialgesetzbuch (SGB) IX zu. Die berufliche Rehabilitation ist ein geeigneter Weg, diesen Anspruch zu verwirklichen. Sie steht neben der medizinischen Rehabilitation und ergänzt diese durch ein sinnvolles Bündel von Maßnahmen. Ziel ist es, von einer Behinderung betroffene Menschen zu einem möglichst selbstständigen Leben zu befähigen, im dem sie auch beruflich aktiv sein können.
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Zum Beispiel der Malermeister, der bei einem Sturz von der Leiter so schwere Verletzungen erlitten hat, dass er voraussichtlich für sehr lange Zeit auf den Rollstuhl angewiesen sein wird. Oder der Elektriker, der als Folge einer Infektionskrankheit plötzlich farbenblind ist: Beide werden ihren erlernten Beruf vermutlich nie wieder ausüben können. Sie können nach der medizinischen Rehabilitation Hilfe in zahlreichen Einrichtungen finden, die sich um die berufliche Rehabilitation kümmern. Kurse, in denen die Teilnehmer sich auf die Übernahme neuer beruflicher Aufgaben vorbereiten können, nehmen in den Programmen viel Platz ein. Qualifizierte Fachleute vermitteln in den Maßnahmen den Lernstoff, und engagierte Therapeuten stehen neben ihnen, um den „Menschen mit Handicap“ – wie Menschen mit einer schweren Behinderung oder mit einer dauerhaft drohenden schweren Behinderung bei den Trägern der Sozialhilfe auch genannt werden – bei der Bewältigung des traumatischen Krankheits- oder Unfallerlebnisses zu helfen und auf die Rückkehr in den ungeschützten Raum eines selbstständigen Lebens vorzubereiten.
Nicht immer werden Rehabilitanden ihren ursprünglichen Beruf aufgeben müssen, sondern sich in einem Reha-Programm die durch eine Krankheit verloren gegangenen Fähigkeiten neu aneignen können. Geeignete Vorschläge dafür entwickeln – meistens in enger Zusammenarbeit mit den behandelnden Ärzten – erfahrene Rehabilitationsberater. Sie stehen auch als Ansprechpartner zur Verfügung, wenn der Zeit einer langen Krankheit eine Zeit der Arbeitslosigkeit folgen sollte.
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