Netbanking: Gefahren bei Bankgeschäften von zu Hause
In einer sich stetig beschleunigenden Welt wird es immer wichtiger, Geschäfte orts- und zeitunabhängig zu erledigen. Netbanking ermöglicht dies, indem Geldtransaktionen über das Internet abgewickelt werden.
Während sich im sogenannten Web-2.0-Zeitalter immer mehr User an Communitys und Plattformen beteiligen, steigt gleichsam die Gefahr, dass zu viele personenbezogene Daten gesammelt und missbraucht werden können. Was, wie Netbanking, auf den ersten Blick durch Bequemlichkeit überzeugt, birgt verschiedene Gefahren, die zu großen Verlusten führen können.
Die am weitesten verbreitete Art ist das "herkömmliche" Onlinebanking, bei dem ein privater Nutzer von seinem PC auf den Rechner eines Kreditinstituts zugreift. Das geschieht entweder über einen Browser oder über ein eigens dafür kreiertes Bankingsystem. Bei Letzterem werden die Transaktionen offline vorbereitet und die Verbindung zum Internet nur kurz zum Abschluss des Geschäfts hergestellt. In der Regel sind für alle Transaktionen PIN- und TAN-Nummern erforderlich, die eine große Datensicherheit ermöglichen sollen. Betrüger setzen genau dort an. Will ein Hacker das Netbanking eines Users manipulieren, hat er die Möglichkeit, über einen gefährlichen Code, den er auf den PC einschleust, an Daten zu gelangen. Dieser Code fängt die Log-in-Daten des Bankkunden ab und kappt kurz vor Transaktionsende dessen Internetverbindung. Die TAN-Nummer wurde noch nicht zur Bank gesendet, ist also noch gültig und ermöglicht es dem Hacker auf diese Art, Geld vom Konto des Betrugsopfers abzuheben.
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Weite Verbreitung finden mittlerweile auch sogenannte Phishing-Attacken. Dabei werden die Daten über gefälschte Webseiten gesammelt, die beispielsweise den Seiten einer Bank täuschend ähnlich sehen. Ausgangspunkt für solche Angriffe sind massenhaft verschickte Spam-Mails, in denen ein Hyperlink mitgeschickt wird, der den "Kunden" auf die Fake-Seite lenkt. Das Risiko, Opfer von Phishing zu werden, ist insbesondere für unerfahrene Internetnutzer oder ältere Menschen hoch.
Daher gelten beim Netbanking mehrere Vorsichtsmaßnahmen. PIN- und TAN-Nummern dürfen grundsätzlich nie für Dritte zugänglich sein. Webseiten sollten außerdem immer direkt (und nicht über einen Link in einer Mail) aufgerufen werden. Um sich vor einem gefährlichem Code zu schützen, gibt es überdies gute und auch kostenfreie Software.
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