Jeder hat heute das Recht auf ein günstiges Girokonto
Jeder Arbeitnehmer braucht eins, fast jeder Bürger hat eins: das Girokonto. Es ist nicht mehr wegzudenken und aufgrund der heutigen Möglichkeiten des Internet-Banking eine einfache Möglichkeit Geldgeschäfte zu erledigen.
Es ist geschichtlich nicht eindeutig nachweisbar, wann die ersten Konten entstanden sind, die eine ähnliche Funktion der heutigen Girokonten erfüllten. So genannte Geldwechsler begannen im Mittelalter den bargeldlosen Zahlungsverkehr mit ihren Kunden in Europa. Bereits aus dem 11. Jahrhundert ist überliefert, dass Überweisungen, Lastschriften und Gutschriften getätigt wurden. Auch der Zahlungsverkehr von einer Bank zur anderen - bargeldlos - ist mittlerweile nachgewiesen. Zur damaligen Zeit wurden allerdings sämtliche Geldtransfers lediglich mündlich in Auftrag gegeben, daher waren auch nur regionale monetäre Geschäfte möglich. Überregional wurde der Zahlungsverkehr erst mit Beginn des 14. Jahrhunderts in Europa. Als ein direkter Vorläufer der heutigen Girokonten entwickelte sich im Italien des Spätmittelalters eine Form der kostenmäßigen Verrechnung, die sich dann in Europa und schließlich auf der ganzen Welt verbreitete. Hamburg wird als deutsche Wiege des Giroverkehrs angesehen.
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Bevor eine flächendeckende Einführung der modernen Girokonten stattfand, wurde in so genannten Lohntüten der Lohn bzw. das Gehalt ausbezahlt. Alle Fixkosten (Miete etc.) wurden bar beglichen. Vergleichbar mit der wöchentlichen baren Mietauszahlung, wie sie in England heute noch üblich ist. Sogar in den 1960er Jahren gab es noch die Lohntüten. Zu dieser Zeit wurde der Ruf der Behörden immer lauter, dass sich die Arbeitnehmer ihren Lohn auf ein Bankkonto auszahlen lassen sollen. Die neue Sparte des Privatkundengeschäfts trieb die Großbanken dazu an, Gehaltskonten einzurichten und anzubieten. Seit 1995 hat jedes Kreditinstitut die ihr obliegende Pflicht, jedem Bürger, auf dessen Wunsch hin, ein Girokonto einzurichten. Heutzutage ist somit jeder in der Lage, ein Girokonto zu erhalten und damit reguläre Bankgeschäfte auf Guthabenbasis zu erledigen. Die Zeit der Lohntüte war somit endgültig vorbei.
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