Jedem Schuldner steht ein pfändungsfreies Einkommen zu
Menschen können sich aus unterschiedlichen Gründen hoch verschulden. Ein pfändungsfreies Einkommen ist der Mindestsatz an Lohn oder Gehalt, der jeder verschuldeten Person vom Gesetz her zusteht.
Eine finanzielle Krise erfolgreich zu meistern, ist nicht gerade einfach. Besonders in früheren Zeiten konnte eine hohe Verschuldung sogar dazu führen, dass dem Schuldner nicht einmal mehr Geld für Lebensmittel oder andere lebenswichtige Dinge übrig blieb. Schuldete man einer Person Geld, und diese wollte es eintreiben, so konnte es auch durchaus dazu kommen, dass dadurch das Leben einer kompletten Familie zerstört wurde. So war es im 20. Jahrhundert sogar üblich, dass man hinsichtlich der Schuldensituation auch keinerlei Rücksicht auf Kinder, Kranke oder ältere Personen nahm. Heutzutage achtet das Gesetz darauf, dass die Menschwürde geachtet und geschützt wird. Aus diesem Grund gibt es heute auch ein pfändungsfreies Einkommen, wodurch verschuldete Personen oder Familien so abgesichert sind, dass ihnen zumindest genügend Geld zum Leben übrig bleibt.
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Es gibt viele unterschiedliche Gründe, weshalb Einzelpersonen oder auch ganze Familien in Schulden geraten. So kann es zum Beispiel vorkommen, dass die eigene finanzielle Situation überschätzt wird. Manche Haushalte neigen auch dazu teure Waren zu bestellen, die sie sich eigentlich nicht leisten können. Oftmals führt auch eine plötzliche Arbeitslosigkeit dazu, dass laufende Kredite nicht pünktlich oder gar nicht mehr gezahlt werden können. Besonders in solch einem Fall sowie auch im Fall einer Krankheit können die verschuldeten Personen nichts dafür, dass sie ihren finanziellen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen können. Aus diesem Grund ist es mehr als gerecht, dass ihnen ein pfändungsfreies Einkommen zusteht.
In vielen Fällen beantragen die Gläubiger für den Schuldner eine Gehaltspfändung. Diese Geldbeträge, welche im Normalfall auf das Konto des Angestellten überwiesen werden, werden im Fall einer Pfändung direkt auf das Bankkonto des Gläubigers überwiesen. Doch trotz der Pfändung muss der Arbeitgeber seinem verschuldeten Angestellten einen Mindestsatz auszahlen. Die pfändungsfreie Besoldung ist in der Regel so hoch bemessen, dass der Verschuldete zumindest seine Miete, Nebenkosten und die Nahrungsmittel für sich und seine Familie bezahlen kann.
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