Der Beruf Finanzberater basiert auf Vertrauen
Der Finanzberater ist beruflich nicht geschützt, es kann sich also im Extremfall jeder so nennen, der sich als solcher fühlt. Grundsätzlich werden aber die Kandidaten durch entsprechende Unternehmen geschult.
Da der Beruf Finanzberater gesetzlich nicht geschützt ist und keine einheitlichen Berufs- oder Ausbildungsvoraussetzungen nötig sind, hat dieser auch gleichzeitig mitunter einen etwas anrüchigen Beigeschmack. Das kommt daher, dass Finanzberater am Markt tätig sind, die keine artverwandte Berufserfahrung oder -ausbildung aufweisen können. Es gibt Fälle, da arbeitet ein ehemaliger Konditor nach einigen Tagen "Umschulung" plötzlich als Finanzdienstleister. Der Durchschnittsbürger darf da sehr wohl hellhörig werden. Schade ist deshalb, dass es noch keine gesetzliche Regelung gibt, nach der ein Finanzberater verpflichtet wird, sich - nach vorheriger entsprechender Prüfung - als solcher registrieren oder eintragen zu lassen. Natürlich dürfen die Finanzdienstleister nicht alle über einen Kamm geschert werden: Ganz bestimmt gibt es genug Experten, die - selbst wenn sie vorher in einem ganz anderen Berufsfeld tätig waren - professionell und im Sinne des Kunden arbeiten. Dennoch tummeln sich genug "schwarze Schafe" am Markt, die die gesamte Branche in einem schlechten Licht erscheinen lassen. Umso härter haben es die Profis, sich von der Masse abzuheben und sich zu beweisen.
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Andererseits lebt der Finanzdienstleister von seinem guten Ruf und von seiner guten Arbeit. In der Regel arbeiten sie als selbstständige Unternehmer oder auf hoher Provisionsbasis in größeren Unternehmen, sodass es ihr ureigenstes Interesse sein sollte, seriös und erfolgreich zu arbeiten. Der Beruf des Finanzberaters ist, vor allem beim Privatmann, ganz oft Vertrauenssache. Hat ein Kunde den Wunsch, Geld oder Vermögenswerte lukrativ und interessant anlegen zu wollen, und hat er selbst nicht die nötige Marktkenntnis, legt er großen Wert darauf, dem Wort des Experten auch vertrauen zu dürfen. Dies fällt umso leichter, je mehr man den Fachmann zuvor schon kennt bzw. je nachhaltiger die Empfehlung aus dem bekannten Umfeld ist.
Gelingt es dem Finanzdienstleister jedoch nicht, erfolgreich und im Sinne des Kunden zu arbeiten und sich am Markt zu profilieren, wird er ohne gute Empfehlungen auch nicht weiter kommen.
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