Wühlmäuse im Garten - Wie kann man sie bekämpfen?
Wer Wühlmäuse im Garten hat, muss schnell um seine Pflanzen bangen. Die Nager sind zwar wählerisch, aber Möhren, Sellerie, Blumenzwiebeln, Rosen- und Obstbaumwurzeln gehören zu ihren Leibspeisen. Was kann man tun?
Nicht jeder Erdhaufen im Garten stammt von Wühlmäusen, auch Maulwürfe können dieses Werk vollbracht haben. Bevor man auf die Jagd geht, sollte man sich vergewissern, wer der Erzeuger dieser Bauten ist, denn der Maulwurf wird durch die Bundesartenschutz-Verordnung geschützt. Was heißen will, dass man ihn vertreiben, aber nicht töten darf.
Wie stellt man nun fest, ob es sich um Wühlmäuse im Garten handelt? Die Erdhaufen der Wühlmaus sind nicht so hoch wie die des Maulwurfs und das Loch befindet sich nicht mittig, sondern seitlich. Die Gänge im Wühlmausbau sind mindestens 8 cm breit und hoch-oval, die des Maulwurfs sind kleiner und rund bis breit-oval. Ob die Bauten noch bewohnt sind, erfährt man, indem man die Gänge ca. 20 cm frei legt und wartet, ob sie wieder verschlossen werden.
- parkavenue: Maulwürfe vertreiben – eine Frage...
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Stellt man nun eindeutig fest, dass man Wühlmäuse im Garten hat, kann die Bekämpfung der ungebetenen Gäste beginnen. Die beste Zeit dafür ist die Periode von Herbst bis Frühjahr, da die Nager weniger Nahrung finden und daher die Köder besser annehmen. Zunächst hat man die Möglichkeit, die Tiere mit Wühlmausfallen zu bekämpfen. Wichtig ist dabei, die Fallen nicht mit den Händen anzufassen, da die Tiere sehr geruchsempfindlich sind. Als Köder eignen sich Äpfel, Möhren und Sellerie, pro 100 qm Garten benötigt man etwa 4 Fallen. Dies ist die effektivste Möglichkeit zur Bekämpfung. Als Alternative bieten sich Giftköder und Wühlmausgas an, wobei von Giftködern abzuraten ist, da sie fast nur im Winter angenommen werden, wenn keine andere Nahrung zu finden ist. Wühlmausgas vertreibt die Nager, ist für sandige Böden allerdings nicht geeignet. Das Vergiften der Tiere mit Auspuffgasen ist übrigens verboten! Fans von Hausmitteln müssen damit rechnen, dass die Wühlmäuse im Garten gar nicht daran denken, auszuwandern. Da werden Hunde- oder Katzenhaare eingegraben, Flaschen in die Erdhaufen gesteckt, Kaiserkronen-Zwiebeln gepflanzt und vieles mehr. Auch die Wirkung der Ultraschall-Sonden aus dem Baumarkt ist mehr als fraglich. Was dagegen hervorragend wirkt, ist eine motivierte Katze. Da findet man vielleicht ab und an ein Beutetier vor der Terrassentür, aber Möhren und Tulpen bleiben am Leben.
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