Universalgenie Pestwurz: Toilettenpapier und Medikament
Bereits seit der Antike ist die vielseitige Wirkung der Pestwurz bekannt. Heute wird sie nicht nur als Heilmittel gegen Atemwegerkrankungen eingesetzt, sondern wird auch zur Vorbeugung von Migräne-Anfällen empfohlen.
Die Pestwurz ist ein Universalgenie unter den Heilpflanzen und kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Bereits in der Bronzezeit fanden die Blätter der Pflanze eine ungewöhnliche Verwendung - man benutzte sie als Toilettenpapier. In der Antike hingegen begann man, die Pflanze für medizinische Zwecke zu nutzen.
Seinen Namen erhielt der Petasites erst im frühen Mittelalter. Als es in Europa zu den ersten schweren Pestausbrüchen kam, glaubte man, es handele sich bei der Pest um einen Dämon, der von den Menschen Besitz ergriff. Mit den ätherischen Ölen der Petasites, denen ein unangenehmer Geruch anhaftete, versuchte man, die Pest aus dem Körper der Kranken zu vertreiben. Der Seher Nostradamus, der eigentlich Arzt war, nahm für sich in Anspruch, ein Heilmittel gegen die Pest gefunden zu haben. Er verarbeitete unter anderem Teile des Wurzelstocks zu einer Pille, die er seinen Patienten verabreichte. Vermutlich hielt der durch die ätherischen Öle verursachte unangenehme Körpergeruch die Ratten und damit die Flöhe als Pestüberträger fern.
- Schlagen Sie hier relevante und interessante weiterführende Inhalte zu diesem Artikel vor.
Zwar kam die Pestwurz zwischenzeitlich auch bei der Schönheitspflege zum Einsatz, heute wird sie jedoch ausschließlich als medizinisches Naturheilmittel verwendet. Schon Hildegard von Bingen wusste um die Wirkung bei Atemwegerkrankungen wie Husten, Bronchitis oder Asthma. Daneben ist sie dank ihrer entkrampfenden Wirkung hervorragend als Mittel gegen Menstruationsbeschwerden geeignet und hilft bei leichten bis mittleren Schmerzzuständen oder Verspannungen. Sie wirkt beruhigend bei Entzündungen des Magen-Darm-Trakts, lindert Leber- und Gallenbeschwerden, lässt Verstauchungen abschwellen und hat in der modernen Medizin inzwischen sogar bei der Behandlung von Epilepsie Erfolge erzielt.
Ein Haupteinsatzgebiet findet die Pestwurz allerdings in der erfolgreichen Vorbeugung von Migräne-Anfällen, deren Häufigkeit und Intensität laut neuesten Studien um bis zu 58 Prozent verringert werden. Umso erstaunlicher ist es, dass bis heute noch nicht alle Wirkstoffe der Heilpflanze eindeutig identifiziert werden konnten. Dank seiner Vielseitigkeit ist der Petasites jedoch das Objekt zahlreicher Studien in der Pharmaforschung.
- Hilfestellung durch eine Hühnerstall...
- Bodenfliesen streichen muss nicht...
- Wer Ackerland kaufen will, sollte...
- Holzbank: Bauanleitung für gemütliche...
- Eine Vogelhaus Bauanleitung zum...
- Bett Bauanleitung - besser schlafen...
- Wäschespinne Test - Was ist beim...
- Richtige Maßnahmen, wenn im Keller...
- Malibu Möbel: Kalifornien im eigenen...
- Deckenpaneele verlegen ist einfach...
