Ungeziefer im Garten mit biologischen Mitteln bekämpfen
Auch in einem gepflegten Garten sind häufiger kleine Tiere zu sehen, die entweder lästig sind oder Krankheiten auf die Pflanzen übertragen können. Wenn man sie bekämpfen möchte, sollte man zu natürlichen Mitteln greifen.
Gartenbesitzer verbringen viel Zeit im Garten, um die Blumen, Sträucher, Obstbäume oder ihr Gemüse zu pflegen. Dabei ist es nicht immer zu vermeiden, dass einige Pflanzen von Schädlingen befallen werden. Ob man diese überhaupt bekämpfen muss, hängt zum einen vom ästhetischen Empfinden, zum anderen vom Schadensbild ab, das Tiere wie Blattläuse, Wanzen, Schildläuse oder Spinnmilben verursachen. Daher sollte man sich vor einer Maßnahme sehr genau mithilfe von Büchern oder Internetplattformen über den potenziellen Schädling informieren. Erst danach ist es ratsam, diesen mit biologischen Mitteln wie Jauchen und Brühen oder anderen Maßnahmen zu Leibe rücken. Chemische Schädlingsbekämpfungsmittel sollte man nicht verwenden, weil bei deren Einsatz auch die Nützlinge sowie die Umwelt geschädigt werden. Hat man sich in einem Extremfall dennoch einmal dazu entschlossen, sollten die Anwendungshinweise – auch zum eigenen Schutz – sehr genau beachtet werden.
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Auch wenn die rote Feuerwanze den Saft aus bestimmten Bäumen oder Malvengewächsen saugt, richtet sie keine größeren Schäden an und muss daher nicht entfernt werden. Das verhält sich mit der weißen Fliege anders. Sie kann man an den kleinen weißen Knäueln erkennen, die sich zum Teil auf der Unterseite der Blätter befinden. Sie bekämpft man am besten mit Ölpräparaten. Blattläuse gehören zu den Schädlingen, die den Pflanzen die Nahrung entziehen. Gegen sie kann man mit verdünnter Brennnesseljauche oder Schmierseife vorgehen. Sind nur wenige Exemplare vorhanden, sollte man sie absammeln oder mit einem festen Wasserstrahl einfach abspritzen. Sehr ärgerlich ist es, wenn Nacktschnecken Blumen- oder Gemüsebeete fast kahl fressen. Gegen sie hilft neben dem Absammeln der Einsatz von Weinbergschnecken oder das Streuen von Barrieren aus Sägemehl oder Kalk, was aber nur bei trockenem Wetter hilft. Als vorbeugende Maßnahme ist das gute Durchharken der Beete im Herbst zu empfehlen, damit die Schneckeneier nicht in der Erde überwintern können. Ameisen gehören zu den Nützlingen, können aber schon einmal in größerer Zahl auftauchen oder ihr Nest an der falschen Stelle aufgebaut haben. Es gelingt, sie umzusiedeln, wenn man dazu einen Blumentopf voller Holzwolle verwendet. Zudem mögen sie keine Blätter von stark duftenden Pflanzen wie Wermut oder Wacholder. Sie legt man rund um das Ameisenloch, um das man zusätzlich noch Zimt streuen kann.
Damit in Zukunft möglichst wenige Schädlinge auftreten, sollte ein vorausschauender Gärtner schon bei der Bepflanzung bestimmte Regeln beachten. Vor allem sollte er Mischkulturen anlegen, bei denen sich die Pflanzen gegenseitig schützen. Er setzt dazu Lavendel neben Rosen, Bohnenkraut neben Bohnen oder Kapuzinerkresse neben Tomaten. Weiterhin ist auf den richtigen Standort für jede Pflanze zu achten, da die Schädlinge vor allem die schwachen Exemplare befallen. Wer die natürlichen Feinde des Ungeziefers ansiedelt, hat in deren Fressverhalten eine wertvolle Hilfe. Daher sollten in einem Garten Vögel, Käfer, Spinnen, Kröten, Ohrwürmer, Florfliegen, Schlupfwespen und Marienkäfer angesiedelt werden. Das kann zum Beispiel mit der Anlage von Holzstapeln geschehen.
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