Rasen säen – eine Anleitung für den grünen Teppich

Die günstigste Methode für ein sattes Grün im Garten ist, selbst Hand anzulegen. Rasen säen hört sich komplizierter an, als es eigentlich ist, denn mit dieser einfachen Anleitung hat auch der Garten-Anfänger Erfolg.


Zugegeben, etwas Zeit und Geduld braucht man, um seinem Hausgarten mit einer satten, grünen Rasenfläche Leben einzuhauchen, aber man wird reich belohnt. Der günstigste Zeitpunkt für das Rasen säen ist die Zeit zwischen Spätsommer und Herbstanfang, da die klimatischen Bedingungen hier optimal sind für ein rasches Aufgehen der Saat: warm genug zum Treiben, aber nicht heiß genug zum Verbrennen des Saatgutes. Der Boden sollte zusammen mit der Saat gedüngt werden, damit der Rasen von Anfang an mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wird. Der beste Boden für einen gesunden Graswuchs ist nicht zu schwer und lehmig und hat einen pH-Wert im Bereich von 5,5 bis 7.

Die Vorarbeit besteht zunächst darin, die spätere Rasenfläche gründlich von Steinen, Ästen und sonstigen Fremdkörpern zu befreien. Dies ist wichtig, da sonst die Saat nicht gleichmäßig aufgehen kann. Das Durchkämmen dient nicht nur der Fremdkörperbeseitigung, sondern lockert den Boden auf. Danach sollte man sich mit dem nächsten Schritt etwa drei Tage Zeit lassen, um der Erde die Gelegenheit zu geben, sich zu setzen. Nach dieser Ruhezeit wird der Boden mit einer Latte glatt abgezogen, damit der Rasen später eben erscheint. Nun kann man den Rasen säen: Am besten funktioniert das Ausbringen des Samens und des Startdüngers mit einem Streuwagen. Der Rasen wird in Bahnen ausgebracht, der Dünger wird quer zur Saatbahn gestreut. Im nächsten Arbeitsschritt werden Rasensaat und Dünger mit einem Rechen untergeharkt, wiederum in parallelen Bahnen. Ist dies geschehen, wird das Saatgut festgedrückt. Bei sandigen Böden geschieht dies mittels Walze, bei schwerem Boden sollte man dies unterlassen. Durch eine zu starke Verdichtung könnten die Grassamen nur schwer keimen. Nachdem die Aussaat erfolgt ist, muss die Bodenfläche bis etwa 5 cm Tiefe durchfeuchtet sein. Achtung: Ein Austrocknen des Bodens kann sich auf die Saat verheerend auswirken, deshalb sollte an Sonnentagen dreimal täglich gewässert werden.

Nachdem der Rasen angelegt worden ist, benötigt er bis zum Frühjahr Ruhe. Dann kann man weitere Arbeiten vornehmen, wie z. B. Beete anlegen und Rasenkanten einsetzen.