Idee zur Mülltrennung mit Bio-Tonne schon seit 1983
Biologisch abbaubare beziehungsweise wiederverwertbare Abfälle werden in Deutschland und Österreich in der Bio-Tonne entsorgt. Diese kann je nach Region grün sein oder schwarz mit braunem Deckel.
Seit 1983 besteht bereits die Idee der Bio-Tonne; ihre Einführung als allgemeine Entsorgungsmöglichkeit für biologischen, wiederverwertbaren Abfall erfolgte Anfang bis Mitte der 1990er Jahre. Sowohl in Deutschland als auch in Österreich gibt es diese erweiterte Form der Mülltrennung. Während in vielen anderen Ländern nur nach Normalmüll, Plastikabfällen, Glas und Papier getrennt wird, gibt es hierzulande mit dem Wertstoffsack und der Bio-Tonne eine weitere Differenzierung, die der Umwelt zuträglich sein soll. Man verspricht sich von diesem System eine größere Ausbeute an wiederverwertbarem Müll, der die Umwelt insofern entlasten soll, als für Produkte, die aus alten Stoffen hergestellt werden, keine neuen Ressourcen verwendet werden müssen.
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Nach der Abholung des Mülls aus der Bio-Tonne wird dieser zu bestimmten Verwertungsanlagen gebracht, um dort kompostiert zu werden. Dort wird der Müll zunächst einmal auf sogenannte Störstoffe, wie beispielsweise kleine Metallstücke, untersucht, die dann mithilfe spezieller Maschinen aussortiert werden. Anschließend werden die biologischen Abfälle gemischt und je nach angewendetem Verfahren zusätzlich belüftet, um den Kompostiervorgang anzuregen. Das daraus entstehende Produkt, also der Kompost, wird sowohl an landwirtschaftliche Betriebe als auch an Privatpersonen verkauft. Kompost wird hier vor allem als natürlicher Dünger verwendet, da er den Boden mit vielen Nährstoffen anreichert. Hobbygärtner verwenden ihn ebenfalls gerne und auch im Landschaftsbau kommt Kompost vermehrt zum Einsatz.
Da sich biologische Abfälle bereits im Abfallbehälter zersetzen, sollte man hier eine gewisse Vorsicht walten lassen. Besonders bei hohen Temperaturen im Sommer sollte man Biomüll nicht zu lange in der Wohnung stehen lassen, da unter Umständen Fäulnisgase austreten können. Auch können Schimmelpilzkulturen wachsen oder Schädlinge wie Mäuse oder Ratten angezogen werden. Wer jedoch darauf achtet, den Biomüll regelmäßig zu leeren und zudem selbstverständliche Hygienemaßnahmen – wie Händewaschen nach dem Umgang mit biologischem Abfall und Reinigen des Behälters – befolgt, hat in der Regel nichts zu befürchten.
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