Fundament erstellen - Anforderungen vorher prüfen
Jedes Haus, selbst das kleinste Gartenhaus, benötigt ein Fundament. Erstellen kann man bewehrte und unbewehrte Fundamente. Die richtige Variante richtet sich nach der Tragfähigkeit.
Wer ein Fundament erstellen will, muss sich zunächst mit der Frage beschäftigen, welche Last dieses tragen soll. Für ein Gartenhaus oder auch eine kleinere Hütte reicht oft eine Grundlage aus Fertigbetonplatten aus, die lediglich in ein Sandbett eingebaut werden müssen. Das Sandbett dient hierbei in erster Linie als Ausgleichsschicht, damit der Frost im Winter die Platten nicht anheben kann und somit die gesamte Statik des Häuschens gefährdet.
Ein leichtes Fundament erstellen kann man jedoch auch aus einem Gemisch von Sand oder Kies, Zement, Zusatzstoffen und Wasser. Diese Mischung wird auch Beton, Estrich oder Mörtel genannt. Den Unterschied macht hier lediglich das Mischungsverhältnis aus. Soll das Fundament später bündig mit dem Oberboden abschließen, muss zunächst eine entsprechende Tiefe ausgeschachtet werden, nachdem man die Fläche mithilfe von Eisennägeln und einer Schnur markiert hat. Mit eingerechnet werden muss hier allerdings auch wieder die mindestens drei Zentimeter starke Ausgleichsschicht aus Sand oder Glasasche. Nach dem Aushub wird der Boden vor dem Einbau des Sandes verdichtet. Das kann mit einem sogenannten Einhandstampfer oder einer Rüttelplatte geschehen. Ist die entsprechende Menge Sand eingebracht, kann sie mithilfe von sogenannten Abziehrohren Plan gezogen werden, damit eine einheitliche Höhe auf der gesamten Fläche vorliegt. Erst jetzt kann der Beton eingebaut werden. Hier kann man entweder auf gelieferten Fertigbeton zurückgreifen, der mit einer Pumpe auf die Fläche aufgebracht wird oder ihn aus den genannten Zutaten selber mischen. Abschließend muss auch hier wieder die Fläche abgezogen werden, wobei etwa bei Terrassen darauf zu achten ist, dass ein mindestens zweiprozentiges Gefälle vom Haus wegführt. Diese Art der Fundamente bedürfen keiner Genehmigung durch das Bauordnungsamt.
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Anders sieht es jedoch aus, wenn bewehrter Beton verwendet werden soll. Bewehrt heißt in diesem Fall, dass entweder Stahlstanden oder Stahlmatten mit eingebaut werden sollen. Diese haben die Aufgabe, die Zugfestigkeit des Fundamentes, die übrigens in Newton gemessen wird, zu erhöhen, was wiederum zu seiner Stabilisierung und Tragfähigkeit beiträgt.
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