Einheimische Heckenpflanzen für die Gartenanlage
Durch die Intensivierung der Landwirtschaft wurden einheimische Heckenpflanzen von den Feldern verdrängt. Als Gartenrandbepflanzung sollen sie in Neubaugebieten wieder verbreitet werden.
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden viele Hecken zwischen Feld- und Wiesenflächen gerodet. Die Intensivierung der Landwirtschaft, verbunden mit dem Einsatz großer Maschinen, wie zum Beispiel von Mähdreschern, erforderte große, geradlinig begrenzte Äcker. Mit den Hecken sind aber auch Insekten, Vögel und Kleinsäuger aus den Feldern verschwunden. Im Rahmen des Naturschutzes wurde in den vergangenen Jahren der verbliebene Bestand an natürlichen Hecken unter Schutz gestellt, um den Lebensraum für Schmetterlinge, Bienen, Vögel, Mäuse und Hamster zu erhalten.
Mit dem Ziel, dem Naturschutz gerecht zu werden, haben einige Gemeinden darüber hinaus den Ausweis von Neubaugebieten mit Auflagen bezüglich der Bepflanzung von Gärten verbunden. Einheimische Obstbäume und Hecken sollen bevorzugt gepflanzt werden. Doch was sind einheimische Heckenpflanzen? Tujas und Zypressen – in vielen Neubaugebieten standardmäßig als Heckenpflanzen verwendet, sind nicht einheimisch. Kirschlorbeer, der als Heckenpflanze ebenfalls beliebt ist, steht in einigen Regionen sogar auf der Schwarzen Liste der Neophyten, weil die Samen von Vögeln in den Wald verschleppt werden und sich die Pflanzen dort ungehindert ausbreiten. Sträucher, die in Mitteleuropa in der freien Natur wachsen und sich sehr gut für eine Heckenpflanzung eignen, sind Buchs, Liguster und Hainbuchen. Früher wurden sie häufig als Begrenzung von großen und kleinen Nutzgärten verwendet. Als einheimische Heckenpflanzen sind weiterhin Schlehen, Holunder, Felsenbirnen, Hartriegel, Wildrosen, Brombeeren, Berberitzen und Weißdorn zu nennen. Neben den laubtragenden Heckenpflanzen gibt es auch immergrüne Koniferen wie zum Beispiel Wachholder und Eiben.
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Liguster, Buchs, Hainbuchen und Eiben eignen sich gut, um eine Gartenbegrenzung mit Heckensträuchern anzulegen, die in Mitteleuropa heimisch sind. Andere einheimische Heckenpflanzen wachsen zum Teil sehr breit, wuchern unkrautartig oder sind wegen langer Dornen schwer zu beschneiden. Man kann reizvolle und ungewöhnliche Gartenräume damit gestalten, sollte sich aber vorab, anhand von Fachliteratur, über den Wuchs und die Pflege informieren.
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