Eine Carport Dachbegrünung kann sehr schön aussehen
Der Carport als Unterstand für das Auto ist oft eine attraktivere Unterstellmöglichkeit als eine Garage. Eine Carport Dachbegrünung kann hier noch einen zusätzlichen, besonderen Blickfang darstellen.
Aus statischen Gründen kann man natürlich keine wirklich dicke Erdschicht für eine Carport Dachbegrünung aufschütten. Dies führt zu einer gewissen Einschränkung in Bezug auf die Pflanzenauswahl und die mögliche Menge der Pflanzen. Doch es gibt zum Glück einige anspruchslose, robuste kleinwüchsige Blumen und Gräser, die für eine Carport Dachbegrünung verwendet werden können. Die meisten von ihnen kann man auch im Steingarten finden, denn dort herrschen ähnliche Wachstumsbedingungen: Relativ wenig magere Erde, die an dem meistens sonnigen Standort schnell komplett austrocknet, stellt an die Zähigkeit der Pflanzen durchaus hohe Ansprüche. Sowohl für den Steingarten als auch für die Carport Dachbegrünung eignen sich daher trockenresistente Pflanzen wie Sedum- und Sempervivum-Arten und verschiedene Gräser. Aber auch die in der Natur unter Schutz stehenden zarten Grasnelken, Mittagsblumen und Moossteinbrech, ja sogar Schafgarbe und einige Nelkenarten setzen farbige Akzente auf dem Carport-Dach. Eine originelle Bepflanzung stellen auch mediterrane Küchenkräuter dar. Pflanzen wie Thymian, Oregano und Rosmarin, die in ihrer sonnenverwöhnten Heimat selbst auf recht kargem Boden gedeihen, können sich durchaus auch auf dem Dach eines Carportes wohlfühlen.
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Vor dem Aufbau der Dachbegrünung muss zuerst darauf geachtet werden, dass das Dach keine zu starke Neigung aufweist. Bei mehr als 15% fließt Regenwasser zu schnell ab, zudem wäre ein zusätzlicher Schutz des Substrates vorm Abrutschen nötig. Ist das Dach etwa 5% geneigt, kommt es bei starken Regenfällen nicht zu einer Überschwemmung, doch es bleibt nach Niederschlägen eine Weile Feuchtigkeit in der Erde erhalten. Direkt auf das eigentliche Dach muss unbedingt eine Durchwurzelungssperre aufgebracht werden, damit die Pflanzen nicht in die Dachsubstanz hineinwachsen. Denn gerade Pflanzen trockener, nährstoffarmer Standorte haben häufig sehr „energische“ Wurzeln, die sich auf der Suche nach Feuchtigkeit und Nahrung ihren Weg in die kleinste Ritze bahnen. Nach dem Aufbringen des entsprechenden Substrates kann es dann schließlich – möglichst im Frühjahr oder Herbst – mit dem Pflanzen der kleinen Kostbarkeiten losgehen.
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