Eine Carport-Begrünung schafft natürlichen Lebensraum

Mit der Einrichtung eines Stellplatzes für den PKW muss oft ein Teil des Gartens geopfert werden. Durch eine Carport-Begrünung kann man der Natur einen Teil des Lebensraumes zurückgeben.


Die Grundstückspreise vor allem in den Städten steigen, die Gärten werden immer kleiner und Grünflächen schrumpfen. Wenn dann ein Hausbesitzer von seiner kostbaren Naturfläche auch noch einen Teil für das Auto abtrennt, trägt die bebaute Fläche wieder einen Sieg mehr davon und die Natur erleidet einen weiteren Verlust. Anstatt die Naturfläche jedoch zugunsten des Autos vollends aufzugeben, kann man sie einfach eine Etage höher der Natur wieder zurückgeben und so einen Kompromiss schließen. Eine Carport-Begrünung bietet die Chance, Natur und Architektur miteinander zu versöhnen.

Eine Carport-Begrünung schafft neuen natürlichen Lebensraum mit eigener Atmosphäre. Gleichzeitig schützt sie die Dachhaut vor UV-Einwirkung und mechanischen Belastungen wie Hagelschlag oder Astbruch. Außerdem wird das Klima der Umgebung weiter verbessert. Ein Stück Natur in luftiger Höhe anzulegen, bedarf zwar einer gewissen Anstrengung, aber sobald die Bepflanzung erfolgreich war, schafft sie große Befriedigung. Begrünte Dächer verbessern das Innenklima des Bauwerks, isolieren gegen Hitze und Kälte, gleichen Temperaturschwankungen aus und mindern Lärmeinwirkung.

Der Aufbau einer Dachbegrünung ist relativ einfach. Auf die Dachhaut wird zunächst eine Wurzelschutzfolie aufgebracht, darauf folgt ein Schutzvlies. Beide Schichten haben zusammen eine Dicke von etwa einem Zentimeter. Dann folgt eine Drainageplatte in der Stärke von zweieinhalb Zentimetern, darauf kommt ein Filtervlies und eine Substratschicht mit einer Dicke von fünf Zentimetern. Die speziell für die Carport-Begrünung ausgewählten Sedumpflanzen erreichen später eine Höhe von maximal 20 Zentimetern. Bei der Begrünung von Dächern unterscheidet man zwischen intensiver und extensiver Begrünung. Die intensive Variante bleibt normalerweise aufgrund des hohen Pflegeanspruchs und der Gewichtslast Fachbetrieben vorbehalten. Die sogenannte extensive Begrünung ist wesentlich einfacher zu pflegen. Aufgrund der relativ geringen Substrathöhe von maximal 15 Zentimetern ist die Wasserversorgung der Pflanzen stark eingeschränkt. Trotzdem sollte die Konstruktion einen ungehinderten Wasserabfluss in die Regentonnen gewährleisten.