Eigener Gemüse-Anbau bringt wohlschmeckende Erträge

Ende Mai ist im Garten die volle Pflanzsaison im Gange. Wer nicht nur Zierpflanzen pflegt, sondern auch Gemüse-Anbau betreibt, der hat nun einiges zu tun, damit bald reichlich geerntet werden kann.


Vieles ist schon zu erledigen, sobald der letzte Schnee getaut ist und zumindest die Tage frostfrei sind: Beete werden eingeteilt und bearbeitet und die ersten, kälteunempfindlichen Aussaaten getätigt. Im Gewächshaus oder am Fensterbrett zieht man die nicht frostharten Sorten, wie Tomaten und alle Kürbisgewächse, Salate, Kohlpflanzen und Kräuter. Sie dürfen nach den letzten potenziellen Frostnächten Mitte Mai dann auch nach draußen ins vorbereitete Beet.

Wer seinen Gemüse-Anbau gut geplant hat, kann jetzt sogar schon die ersten Leckereien ernten. Während alle anderen saftige Preise für den beliebten und gesunden Spargel bezahlen, läuft der Gemüsegarten-Besitzer einfach alle zwei Tage mit dem Messer seine Erdhügel ab und sticht sich sein Mittagessen selbst. Und auch die größten italienischen Radieschen sind nicht zu vergleichen mit dem Geschmack der direkt frisch aus dem Boden gezogenen roten Knöllchen. Als Nächstes gibt es dann vermutlich den ersten frisch gepflückten Salat aus vorgezogenen Salatpflänzchen, und auch die Küchenkräuter wie Schnittlauch und Petersilie können schon fleißig genutzt werden.

Besteht der Gärtner nicht unbedingt auf streng nach Sorten getrennten Beeten, ist der Gemüse-Anbau in Mischkultur auf jeden Fall zu empfehlen. Zum einen profitieren viele Pflanzen geschmacklich von der engen Nachbarschaft zu anderen Arten, zum anderen lassen sich so ganz ohne Chemikalieneinsatz zahlreiche Schädlinge auf natürlichem Wege vom Gemüse fernhalten. Das bekannteste Beispiel hierfür ist vermutlich die Kombination von Möhren mit Zwiebeln – hier werden Möhren- und Zwiebelfliege vom jeweils anderen Pflanzpartner vertrieben. Neben diesen beiden gibt es viele weitere günstige Vergemeinschaftungen. Parallel zu diesen Auswirkungen muss natürlich immer im Auge behalten werden, dass das ausgewählte Gemüse auch von seinen Ansprüchen an Nährstoffgehalt und -verteilung zueinander passt. Auch sollte man natürlich keine Pflanzen nebeneinander setzen, die sich gegenseitig im Wachstum hemmen. Wenn man dies beachtet, kann man mit üppigen Ernten rechnen, die an Geschmack und Vitamingehalt alle gekauften Gemüse weit übertreffen.