Die Yamswurzel ist gesund und sehr schmackhaft

Die Yamswurzel, auch Yams genannt, kommt ursprünglich aus den Tropen. Hier wird sie als Speisepflanze verwendet. In den letzten Jahren wurde die Wurzel in Europa vermehrt gegen eine Reihe von Beschwerden verwendet.


Ursprünglich ist Yams in den tropischen Regionen der Erde beheimatet. Die Knollen der Wurzel wachsen unter der Erde und werden bis zu 2 m lang. Beim Yams wird ausschließlich die Knolle verwendet. Wie auch bei der Kartoffel sind die Blätter, die über der Erde wachsen, nicht verwendbar. Während die ursprünglichen Gattungen des Yams in den tropischen Regionen wachsen, ist in Europa der Schmerwurz als verwandte Pflanze beheimatet. Dieser kann jedoch nicht zum Verzehr verwendet werden und wird in der Naturmedizin für die Behandlung von Rheuma oder Schwellungen verwendet.

Die Yamswurzel ist eine Nutzpflanze, die ähnlich wie die Süßkartoffel, in tropischen Ländern zubereitet und gegessen wird. Geschmacklich erinnert sie an Kartoffeln oder auch Kastanien. Da sie sehr viel Vitamin A und Kalzium enthält, ist sie zur Stärkung der Knochen sehr gut geeignet. Bis vor einigen Jahren war Yams in Europa eher unüblich und ist auch heute nur schwer erhältlich, obwohl es immer mehr leckere Rezepte mit Yams gibt. Die Pflanze wurde vermehrt in Südamerika und Afrika genutzt, in Europa wird die Wurzel erst seit einigen Jahren verwendet. Hier auch weniger als Lebensmittel denn als Nahrungsergänzung oder als pflanzliches Medikament gegen bestimmte Beschwerden.

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Inhaltsstoffe Vitamin A und Kalzium hervorragend zur Behandlung von Wechseljahrsbeschwerden und PMS eingesetzt werden können. Die Wirkstoffe der Yamswurzel werden zudem in der Naturheilkunde als Verhütungsmittel eingesetzt. Grund hierfür ist der Wirkstoff Diosgenin, der in hohen Dosen in der Pflanze vorkommt. Die Wirkungsweise von Diosgenin ähnelt der des Gelbkörperhormons Progesteron und ähnlich wie dieses soll die Wirkung auf den menschlichen Körper sein. Die Verwendung des Extraktes ist jedoch sehr umstritten, da nicht erwiesen ist, welche langfristigen Auswirkungen Diosgenin auf den Hormonhaushalt hat. Auch ein Stoff, der die Zellalterung verlangsamt, soll durch Diosgenin gebildet werden. Zudem werden in einigen Ländern derzeit Versuche gestartet, Arten der Yamswurzel zu Ethanol zu verarbeiten, um so einen biologischen Kraftstoff zu gewinnen.