Telefonnummern in den USA sind anders aufgebaut

Die Telefonnummern in den USA unterscheiden sich von Telefonnummern in anderen Ländern schon durch den grundsätzlichen Aufbau. Die Rufnummer selber ist meisten 7-stellig und die Ortsvorwahl 3-stellig.


Ortsvorwahl ist dabei für Telefonnummern in den USA nur bedingt richtig, denn eigentlich heißt es Area Code. Im Gegensatz zu Deutschland, in der die Vorwahlen zwischen 3 und 6 Ziffern lang sein können, ist diese in den USA immer 3-stellig. Für Gespräche im gleichen Area-Code-Bereich braucht man diese nicht mit zu wählen. Die Area Codes beginnen dabei mit 201 für New Jersey und gehen in Einzelschritten hoch bis 989. Zwischendurch gibt es immer wieder einzelne Area Codes, die nicht genutzt werden oder für spezielle Zwecke reserviert sind. Der aus Filmen und Fernsehserien sehr bekannte Area Code 555 ist dabei nicht für eine Area vergeben, sondern für “directory assistance applications”, also beispielsweise für die Telefonauskunft.

Für Ferngespräche außerhalb des eigenen Area Codes muss man zusätzlich noch die Ziffer 1 vorweg wählen. Einfach nur wie in Deutschland die Vorwahl zu wählen, reicht nicht aus. Eine Besonderheit in den USA sind auch nach wie vor die Operator, die sich sehr oft bei Telefonaten aus öffentlichen Telefonzellen melden. Diese Operator fragen dann nach der gewünschten Rufnummer und teilen einem mit, wie viel Geld man in den Münzfernsprecher einwerfen muss. Besonders verbreitet ist in den USA das sogenannte R-Gespräch, bei dem der Angerufene die Kosten übernimmt. Dieses Modell hat sich in Deutschland nie wirklich durchgesetzt, erfreute sich in den USA aber immer großer Beliebtheit.

Eine Besonderheit bei Telefonnummern in den USA sind die 800er-Rufnummern. Dies sind kostenfreie Rufnummern, die von Firmen genutzt werden und diese ihren Kunden als Servicenummer anbieten. Sehr oft werden diese 800er-Rufnummern dann mit Wörtern kombiniert. Die Kunst besteht dann darin, das Wort aus genau sieben Buchstaben, also die Länge der eigentlichen Rufnummer, bestehen zu lassen. Die Buchstaben stehen dabei für die Zahlen auf dem Telefon, ähnlich wie beim Schreiben einer SMS. Dabei müssen die Tasten nicht in der Anzahl für den Buchstaben gedrückt werden, sondern stehen eher als Synonym. Für das “Y” reicht also ein Tastendruck genauso aus wie für das “O”, obwohl beide für eine SMS erst durch mehrmaliges Drücken der Taste erscheinen würden.