Firmengründung im Ausland: Vor- und Nachteile

Die Entscheidung für eine Unternehmensgründung im Ausland wird häufig zu überstürzt getroffen. Auch wenn sich hier viele Chancen bieten, sollte man die Gefahren als umsichtiger Unternehmer immer im Auge behalten.

 

Viele Unternehmer entscheiden sich dazu, ihre Firmengründungen im Ausland vorzunehmen. Sie sehen entweder im Inland keine ausreichenden Entwicklungsmöglichkeiten, oder sie möchten steuerliche Vorteile im Ausland realisieren. Häufig ist es aber auch einfach so, dass man eine Tochtergesellschaft oder eine Niederlassung im Ausland gründen möchte und über die Registrierung des Gewerbes im Ausland nicht herumkommt. Auch wenn eine Auslandsgründung viele Vorteile bieten kann, sollte man sich über die bürokratischen Hürden und Nachteile im Klaren sein.

Wer ein Unternehmen im Ausland gründen möchte und seinen Wohnsitz in Deutschland hat, entscheidet sich häufig für die englische Unternehmensform mit beschränkter Haftung. Diese Unternehmensform hat nur wenige Gründungsauflagen und kann bereits mit einem Stammkapital von nur einem Pfund gegründet werden. Sie ist daher in der ganzen Welt beliebt und weist natürlich auch eine Haftungsbeschränkung aus. Doch viele Unternehmensgründer wissen nicht, dass diese Unternehmensform es häufig notwendig macht, dass die Kommunikation mit den Steuerbehörden dann doppelt anfällt, sowohl in Deutschland als auch in England. Dieses kann einem empfindlichen Mehraufwand in der Verwaltung und für die Rechnungslegung bedeuten. Das Unternehmen sollte mit diesem Mehraufwand umgehen können, da sich die Auslandsgründung sonst schnell als nachteilig erweisen kann. Im Idealfall hat man sich vor der Gründung bei spezialisierten Rechtsberatungsstellen darüber informiert, welche behördlichen Kommunikationen notwendig sein werden und wie sich der Papieraufwand bewältigen lässt.

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Ein weiterer wichtiger Grund für eine Gründung im Ausland sind die steuerlichen Fragen. Auch im europäischen Ausland gibt es trotz vieler Steuervereinheitlichungen durchaus noch die Möglichkeit der steuerlichen Gestaltung. Es darf dabei aber nicht vergessen werden, dass es für die Besteuerung maßgeblich ist, wo der Unternehmer seinen Wohnsitz hat. So kann man der Einkommensteuerbelastung im Inland nicht durch die bloße Tatsache entgehen, dass das Unternehmen seinen Sitz im Ausland hat. Wohl aber werden die Unternehmenssteuern natürlich im Gründungsland anfallen.

Schließlich müssen Unternehmer die Frage klären, welche Auswirkungen die Unternehmensgründung im Ausland auf die Kosten hat. Auch wenn im Ausland ein niedrigeres Lohnniveau für die Mitarbeiter einen positiven Kosteneffekt haben kann, ist es häufig nicht klar, welche ökonomischen Nachteile sich ergeben werden. Eine weniger effiziente Verwaltung oder eine schlechtere Infrastruktur können zu erheblichen Kostennachteilen führen.

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