Zusätzliche Vorsorge: die Riester-Rente im Vergleich
Privat finanziert, aber staatlich gefördert: die Riester-Rente. Im Vergleich mit anderen Vorsorgemodellen zeigt sie sich besonders für Sozialschwache und Wenigverdiener als eine gute zusätzliche Option zur Rente.
Die Riester-Rente ist ein privat finanziertes Rentenmodell, das vom Staat gefördert wird. Sie wurde am 1. Januar 2002 als eine zusätzliche Altersvorsorgemöglichkeit eingeführt. Dem vorausgegangen war eine einschneidende Rentenreform, in deren Folge das Nettorentenniveau sinken wird, während im übrigen Leben die Kosten steigen. Ohne eine zusätzliche Absicherung müssen die Rentner von Morgen empfindliche Einbußen hinnehmen. Benannt wurde die Rente übrigens nach Walter Riester, dem damals amtierenden Minister für Arbeit und Sozialordnung.
Besonders für Familien mit Kindern und Geringverdiener lohnen sich private Altersvorsorge-Modelle wie die Riester-Rente. Im Vergleich zu anderen privaten Vorsorgemodellen sind sie aufgrund der staatlichen Förderung besonders lukrativ. Der Staat fördert in zweierlei Hinsicht: in Form der Altersvorsorgezulage und dem Sonderausgabenabzug, der jedoch mit dem Anspruch auf die Altersvorsorgezulage verrechnet wird. Diese setzt sich aus einer Grundzulage, die derzeit 154 Euro beträgt, und einer Zulage für die Anzahl der Kinder zusammen. Der Abzug der Sonderausgaben erfolgt nur, wenn durch die Zulagen keine Steuerfreistellung der Beiträge erreicht wird. Aufgrund mehrerer Kinder ist die Altersvorsorgezulage in der Regel so hoch, dass sich kein positiver steuerlicher Effekt ergibt.
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„Riestern“ können alle, die in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind, sowie auch Empfänger von Krankengeld, Arbeitslose, die Leistungen von der Agentur für Arbeit erhalten und Wehr- und Zivildienstleistende. Alle nach dem Riestermodell förderbaren Vorsorgemaßnahmen werden vor ihrer Zulassung zertifiziert. Doch die Unterschiede sind groß bei den verschiedenen Möglichkeiten der Riester-Rente. Im Vergleich unterscheiden sich die einzelnen Anlageangebote erheblich voneinander. Je nach Risikofreudigkeit und persönlicher Lebenslage können sich Sparer zwischen einer sicheren Anlage, wie zum Beispiel einem Bausparvertrag, und risikoreicheren Anlageformen, wie zum Beispiel Aktienfonds, entscheiden. Die staatlichen Zulagen bessern dann die erzielten Erträge weiter auf.
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