Spread Trading ist ein Einstieg in Handelsstrategien
Es gibt wenige Handelsstrategien, die sich über die Zeit bewährt haben. Das Handeln mit Spreads gehört dazu. Das Erlernen dieser Strategie bietet einen guten Einstieg in Handelsstrategien.
Ein Spread bezeichnet in der Finanzwelt den Verkauf von einem oder mehreren Finanzprodukten bei gleichzeitigem Kauf von einem oder mehreren ausgleichenden Finanzprodukten. Beim Spread geht es um den preislichen Unterschied zwischen dem Preis der gekauften Position und dem Preis der Position, die leerverkauft wurde. Wenn ein Spread auf dem Markt platziert wird, verschiebt sich das Risiko der Preisentwicklung auf die Differenz zwischen den beiden Seiten der platzierten Positionen. Der Spreader ist ein Händler, der sich zwischen Spekulant und Hedgetrader einordnet. Anstatt sich dem Risiko hoher Preisschwankungen auszusetzen, nimmt er das Risiko für den Preisunterschied zwischen zwei unterschiedlichen Finanzprodukten auf sich, und zwar den Kursunterschied zwischen zwei ähnlichen Papieren, die an unterschiedlichen Handelsplätzen zu erhalten sind, zum Beispiel die Preisspanne von einem Finanzinstrument und dem dazu übergeordneten Index. Beispielsweise kann ein Händler das Risiko der Preisschwankungen zwischen August-Sojabohnen und Dezember-Sojabohnen oder des Preisunterschieds zwischen Dezember-US-Weizen und Chicago-Weizen oder zwischen der profitabelsten Aktie und der schwächsten Aktie innerhalb eines Marktsegments übernehmen. So könnte ein Spread-Händler z. B. die Differenz zwischen zwei großen Unternehmen oder den Preisunterschied zwischen zwei an der Börse platzierten Fonds handeln.
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Es gibt verschiedene Arten von Spreads. Bei Intramarket-Spreads werden Instrumente mit unterschiedlichem Verfallsdatum gehandelt. Der Spekulant positioniert sich long und short in Futures desselben Marktes, aber mit unterschiedlichem Verfallsdatum. Ein Intramarket-Spread kann folgendermaßen aussehen: Ein Kontrakt im Juni-Öl wird gekauft und gleichzeitig eine Position im November-Öl leeverkauft. Ein Intermarket-Spread – nicht zu verwechseln mit einem Intramarket-Spread – wird durchgeführt, indem ein Long-Futures-Kontrakt in einem Markt und eine Short-Position desselben Liefermonats in einem anderen Markt eingegangen wird, z. B. short in Mai-Weizen und long in Mai-Sojabohnen. Ein Intermarket-Spread kann zu einem Intramarket-Spread werden, indem man Long- und Short-Positionen in unterschiedlichen Futuresmärkten und mit verschiedenen Verfallsdaten einsetzt.
Eine weniger bekannte Methode zum Aufstellen eines Spreads ist der Gebrauch von Futures in ähnlichen Märkten, aber an unterschiedlichen Börsen. Bei solch einem Spread kann es sich um Kalender-Spreads handeln, welche auf verschiedenen Liefermonaten aufbauen, oder es kann um Spreads gehen, die aus Futures mit dem gleichen Liefermonat bestehen. Ein Interbörsen-Spread, der gleichzeitig ein Kalender-Spread ist, wäre, wenn man gleichzeitig long in Juli-Sojabohnen an einer Börse ist und mit einer identischen Anzahl von Futures short in Mai-Sojabohnen an einer anderen Börse ist.
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