Mit Optionsstrategien das eigene Portfolio ausbauen
Um bei fallenden Märkten nicht vollständig dem freien Fall ausgeliefert zu sein, ist es sinnvoll, dass eigene Aktiendepot mit Optionen abzusichern. Die richtige Strategie kann so Verluste gering halten.
Der Kauf oder Verkauf von Optionen ist ein wichtiger Bereich im Börsenhandel. In der Wirtschaft ganz allgemein, aber auch im speziellen Feld der Börsengeschäfte wird mit einer Option das Recht bezeichnet, eine bestimmte Ware oder Sache zu einem vorab festgelegten Termin zu einem vereinbarten Preis zu verkaufen oder auch zu kaufen. Da es sich ausdrücklich um ein Recht und keine Pflicht handelt, entscheidet einzig der Optionsinhaber, ob ge- oder verkauft wird. Er entscheidet also darüber, ob die Option ausgeübt wird oder verfällt. Dabei kann es sich um das Recht handeln, diese Option an (im Vorfeld) festgelegten Terminen, während der Vertragslaufzeit oder zum Ende der Laufzeit des Kontraktes auszuüben. Die so genannten traditionellen Optionsscheine beziehen sich zum Beispiel auf Basiswerte/Aktien des Unternehmens, welches auch die Anleihen emittiert. Da hierdurch eine Kapitalerhöhung erreicht werden soll, können diese Anleihen bis zu zehn Jahre laufen, häufiger sind allerdings Laufzeiten von zwei Jahren oder darunter.
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Die sogenannten Standardoptionen unterscheiden sich in Call-Optionen und in Put-Optionen, wobei hierbei eine festgelegte Menge einer Ware oder eines Gutes zu einem bestimmten Preis gekauft oder verkauft wird. Zwar können Optionen über einen individuellen Vertrag zwischen Optionsnehmer und Optionsgeber abgeschlossen werden und sind damit flexibel auszubilden, in der Regel wird der Optionshandel allerdings in Form von standardisierten Kontrakten gestaltet, die hauptsächlich über die Terminbörsen in Europa und den Vereinigten Staaten laufen. Der Handel über den Sekundärmarkt, also die Börse, soll garantieren, dass die jeweiligen Optionsscheine bei Bedarf auch jederzeit wieder verkauft werden können. Aufgrund der Bindung der Geschäfte an eine zeitliche Fixierung wird der Handel mit Optionsscheinen auch als (bedingtes) Termingeschäft bezeichnet.
Grundlegend für den Kontrakt ist der sogenannte Basiswert, der an liquiden Märkten tatsächlich gehandelt werden sollte, damit der Wert einer Option überhaupt ermittelt werden kann. Es ist jedoch auch möglich, beliebige Basiswerte zu wählen, allerdings muss die Möglichkeit gegeben sein, zum Beispiel anhand von Kennzahlen Variablen zu bilden, um den Wert der jeweiligen Option zu ermitteln. Basiswerte, auf die gehandelt werden kann, sind neben Aktien oder Währungen auch Rohstoffe, Strom oder Nahrungsmittel. Abhängig von der aktuellen Markterwartung gehen Anleger Optionspositionen ein, die je nach einer neutralen, positiven oder negativen Einschätzung der jeweiligen Basiswerte auf Kaufen (Call-Option) oder Verkaufen (Put-Option) setzen. Verschiedene Kombinationen aus Call- oder Put-Optionen und eine Variabilität in Basiswerten, Restlaufzeiten und Klassen ermöglichen eine gewisse Absicherung des Portfolios und können dieses, mit einer geeigneten strategischen Ausrichtung, bei größeren Abwärtsbewegungen auf den Aktienmärkten durchaus absichern.
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