Index Zertifikate - Anlagestrategie defensiver Anleger

Wer in Wertpapiere investiert, der erwirbt in der Regel einen Anteil an dem Unternehmen, welches die Wertpapiere ausgibt. Index Zertifikate dagegen machen den Anleger zum Gläubiger eines Geldinstitutes.

 

Für die Investition in Wertpapiere gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Möglichkeiten. Je nachdem, welcher Anlagetyp gefragt ist. So gibt es beispielsweise Papiere mit hohem oder niedrigem Risiko, mit langer oder kurzer Laufzeit. Daneben gibt es Wertpapiere, die ausschließlich an Privatanleger verkauft und außerbörslich gehandelt werden – die Zertifikate. Ähnlich wie andere Wertpapiere unterscheiden sich auch die Zertifikate in der Höhe des Risikos oder der Laufzeit. Aber auch die Werte, in die investiert wird, können sich von Zertifikat zu Zertifikat deutlich unterscheiden. Daneben gibt es einige besondere Formen der Zertifikate. Und dazu gehören unter anderem die so genannten Index Zertifikate. Denn während ein Anleger bei einem Aktienindex oder bei einer Einzelaktie immer auch einen kleineren oder größeren Anteil beispielsweise an einer bestimmten Firma erwirbt, wird der Anleger der Index Zertifikate zum Gläubiger, das ausgebende Finanzinstitut zum Schuldner.

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Index Zertifikate haben als so genannten Basiswert einen ganzen Index. Grundsätzlich kommen dafür fast alle Indizes in Frage, vom Aktien- über den Rohstoff bis hin zum Wertpapierindex. Entscheidet man sich für einen Aktienindex als Grundlage, dann kommen zum Beispiel der Deutsche Aktienindex (DAX) oder der US-amerikanische Dow Jones in Frage. Die Zertifikate bilden nun die Entwicklungen des Aktienindex, der den Zertifikaten zugrunde liegt, eins zu eins ab. Der Anleger wird also nicht Miteigentümer, sondern erwirbt mit dem entsprechenden Zertifikat lediglich das Recht, an der Wertentwicklung des Indexes beteiligt zu werden. Für den Anleger hat dies den Vorteil, dass er in so genannte Basiswerte investieren kann, ohne diese Werte aber auch tatsächlich an der Börse kaufen zu müssen. Durch die breite Streuung der Werte ist die Anlage damit flexibler, kostengünstiger und weniger risikobehaftet als andere Wertpapieranlagen.

Ein weiterer Vorteil: Steuerlich ist diese Art der Zertifikate deutlich besser gestellt als Aktien oder Aktienfonds. Wer sein Zertifikat länger als ein Jahr behält, für den ist der Ertrag sogar komplett steuerfrei.

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