Höchste Rendite bedeutet oft auch höchstes Risiko

Wer die höchste Rendite anstrebt, muss sich darüber im Klaren sein, dass damit auch meistens das höchste Risiko verbunden ist. Die alte Bankregel hat sich in der internationalen Finanzkrise eindrucksvoll bestätigt.

 

Wer Geld übrig hat und dies sparen möchte, achtet auf die Rendite, die er damit erzielen kann. Dass diese bestmöglich ausfallen soll, gehört zur menschlichen Natur. Allerdings gibt es die alte Bankenregel, dass eine höhere Rendite meist auch mit einem höheren Risiko verbunden ist. Was passieren kann, wenn diese Regel und die Sensibilität für das Risiko verloren gehen, hat die internationale Finanzkrise eindrucksvoll vor Augen geführt. Selbst Banken und Finanzdienstleister hatten nur noch die höchste Rendite vor Augen, als sie ihre riskanten Immobilienfinanzierungen vornahmen und daraus höchst riskante, für den Anleger schwer durchschaubare Zertifikate und Fonds, bildeten.

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Kleinanleger und Sparer, die vor allem ihre Sicherheit im Alter im Auge haben, sollten auf riskante Anlagen, die höchste Rendite versprechen, verzichten. Da die Banken nunmehr mit Beratungsprotokollen das Gespräch und die Entscheidung für eine Geldanlage protokollieren müssen, sollte jeder Anleger darauf achten, dass Formulierungen in das Protokoll aufgenommen werden, mit denen die eigene Risikobereitschaft zutreffend formuliert wird. Wer dann schwarz auf weiß in den Händen hält, dass er keine risikobehaftete, sondern eine sichere Geldanlage sucht, ist bei einer Auseinandersetzung mit der Bank auf der sicheren Seite.

Als Alternativen zu Papieren mit höchstem Renditeversprechen eignen sich Festgeldanlagen für kurz- bis mittelfristige Geldanlagen, für eine längerfristige Anlage Bundesobligationen. Da die Bundesrepublik Deutschland als Schuldner an den Kapitalmärkten beste Reputation genießt und im Ranking bestens eingestuft ist, gelten solche Obligationen als besonders sicher. Bei langfristiger Betrachtung zeigt sich, dass die gleichmäßig fließende Rendite über einen langen Zeitraum ähnliche Werte erreicht wie der Aktienmarkt. Für den Anleger allerdings entfallen das Kursrisiko und die Möglichkeit, mit einzelnen Papieren Verluste zu erleiden, wie dies am Aktienmarkt möglich ist.

Um sich von den Anfälligkeiten des Kapitalanlagemarktes etwas zu lösen, sollte nach wie vor die Regel beachtet werden, Vermögen auf den drei Säulen Immobilien, Aktien und festverzinslichen Papieren aufzubauen.

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