Aktien sind Wertpapiere, die im Gegensatz zu anderen Investitionsformen in letzter Zeit weniger genutzt wurden. Jedoch können gute Aktien auch eine sehr stabile und renditestarke Wertanlage bilden.
Der Wert von Aktien ist von verschiedensten Faktoren abhängig. Der wichtigste Faktor ist der wirtschaftliche Zustand des Unternehmens, welches die Papiere repräsentieren. Eine Aktiengesellschaft kann verschiedenste Papiere anbieten, die bestimmte Teile des Geschäftes repräsentieren und Einnahmen für die Gesellschaft durch den Verkauf generieren sollen. Demnach kann man als Aktiengesellschaft auch nach der Gründung noch Papiere erstellen, allerdings muss man dann zu mindestens mit einem leichten Preisabfall der Aktien rechnen, da man das Angebot gegenüber der Nachfrage erhöht. Demnach sind nur die Papiere von wirtschaftlich gut aufgestellten und solide arbeitenden Unternehmen wirklich gute Investitionen für die Privatkunden – die Schwierigkeit besteht darin, genau diese Unternehmen in der Masse der vielen Aktiengesellschaften zu finden.
Eine gute Entscheidungsgrundlage für Börseninvestitionen kann die Bewertungen von Rating-Agenturen bilden, die Wertpapiere nach verschiedenen Kriterien beurteilen. Die Kriterien sind unter anderem die Geschäftshistorien, der aktuelle Umsatz der Unternehmen sowie die Gesamtsituation der Branche, in der die Gesellschaften tätig sind. Neben diesen Agenturen gibt es auch kleinere Gesellschaften, die Aktientipps ausgeben, man kann sich auch bei einem Börsenberater verschiedene Papiere empfehlen lassen. Finanzberater arbeiten entweder gegen ein Honorar oder eine Gewinnbeteiligung, wenn sie das Kapital ihrer Kunden einsetzen. Viele Berater, die gegen eine Gewinnbeteiligung arbeiten, setzen auf besonders renditestarke, aber keinesfalls sichere Papiere, weil diese höhere Gewinne versprechen und der Berater selbst nur ein geringes Risiko trägt, schließlich handelt er nicht mit seinem eigenen Geld.
Um schlechten Beratungen vorzubeugen, sollte man sich als Kunde immer selbst ein Bild von den Investitionen machen, die man tätigen möchte und dem Berater keinesfalls blind vertrauen. Daneben hat der Gesetzgeber aber auch einige Regeln aufgestellt, nach denen eine bewusst falsche Beratung strafbar ist. Bewusst falsch wäre die Empfehlung einer Aktie beispielsweise dann, wenn ein Risiko eindeutig erkennbar ist, dieses aber durch den Finanzberater gegenüber dem Kunden nicht erwähnt wird. Man sollte dem Berater immer klar machen, welches Risiko man eingehen möchte und ob man vielleicht lieber auf eine kleinere Rendite setzt, aber dafür in sichere Papiere investiert.
Sehr schnell wachsende Branchen wie beispielsweise zuletzt die Informationsbranche kommen immer mal wieder auf. In diesen Sektoren sind sehr hohe Gewinne für Aktienbesitzer möglich, wobei sich schnell viele Unternehmen neu gründen und nur wenige davon wirklich durchsetzungsstark sind. Daher sollte man auch bei Boom-Branchen vorsichtig sein, weil gerade bei jungen Unternehmen häufig der Totalverlust der Investitionen wegen Konkurs droht. Bei etablierten und großen Gesellschaften kann man zwar keine großen Renditen erwarten, aber dafür erwirtschaften diese meistens beständig Gewinne, die sich in einer großzügigen Dividende bezahlt machen.
