Die Telekom-Aktie und ihre wechselvolle Geschichte
Mit großer werblicher und medialer Unterstützung wurde die Telekom-Aktie den Anlegern verkauft. Und zunächst machten viele auch große Gewinne. Doch dann begann mit dem Ende der New Economy auch der Abstieg der Aktie.
Kaum ein Wertpapier steht so sehr als Symbol für die New-Economy-Blase zum Jahrtausendwechsel wie die Telekom-Aktie. Der Börsengang der Telekom im November 1996 war ein umjubeltes Ereignis. Monatelang waren potenzielle Anleger und Investoren mit einer groß angelegten Werbekampagne in Kauflaune versetzt worden. Die New Economy stand noch ganz am Anfang, die Gewinnchancen schienen grenzenlos, und wer auch nur ein wenig Geld beiseite gelegt hatte, stieg jetzt an der Börse ein. Der Ausgabekurs der Telekom-Aktie war mit 28,50 DM angesetzt worden, umgerechnet entspricht das 14,57 Euro. Von Anfang an, mitten in der Euphorie des ersten Internet-Booms, entwickelte sich die Aktie hervorragend, und all jene, die zum Kauf geraten hatten, sahen sich bestätigt.
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Drei Jahre später wurden weitere Aktien der Telekom ausgegeben. Der Run auf die Papiere war noch größer, die T-Aktie wurde als die große Volksaktie gefeiert. Viele Anleger wollten an diesem Erfolg teilhaben, und der Ausgabepreis der zweiten Tranche lag etwa dreimal so hoch wie der beim ersten Börsengang. Vom Start weg stieg der Kurs weiterhin, und der Anstieg beschleunigte sich für kurze Zeit immer mehr. Die gute Stimmung an den Börsen war nahezu grenzenlos. Niemand machte sich Gedanken darüber, dass es vielleicht nicht immer so weitergehen würde, dass die Kurse vielleicht auch wieder fallen könnten. In der damaligen Euphorie wurden warnende Stimmen nicht gehört, und viele Anleger wurden immer risikofreudiger. Im Frühjahr des Jahres 2000 schließlich war der Gipfel für die Telekom-Aktie erreicht. 103,50 Euro betrug der höchste Preis, der für das Papier an den deutschen Börsen bezahlt wurde. Doch dann begann der Abstieg.
Viele Wertpapiere, darunter die T-Aktie, verloren mit zunehmender Geschwindigkeit an Wert. Wer jetzt noch schnell seine Papiere verkaufte, konnte einen Teil seiner Gewinne realisieren. Doch die wenigsten Anleger konnten glauben, dass die Talfahrt tatsächlich begonnen hatte. Sie hofften immer noch auf die Trendwende, die jedoch nicht mehr kommen sollte. Am Ende hatten zahllose Anleger T-Aktien in ihrem Depot, die weniger wert waren als am ersten Ausgabetag nur wenige Jahre zuvor.
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