Die Börse Deutschland als Teil des Welthandels

Es gab den einen oder anderen Crash an der Börse, Deutschland hatte früher mehr Glück als manches andere Land. Heute sind die Märkte so verwoben, dass im Falle eines „schwarzen Freitag“ auch Deutschland mitgerissen wird.


Die Geschichte der Börse in Deutschland beginnt im 16. Jahrhundert. Aus zunächst regionalen Aktivitäten entwickelten sich schnell die ersten Handelsplätze in der Art einer Börse Deutschland, mitverantwortlich war dafür auch die Augsburger Patrizierfamilie der Fugger. Die Besonderheit: Im Gegensatz zum bis dahin üblichen traditionellen Markt wurden Waren und Dienstleistungen nicht mehr real, sondern immateriell gehandelt. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte entstanden in Deutschland zahlreiche Börsen, die zum Teil bis heute existieren.

Besonders die Börsen in Frankfurt und Düsseldorf haben sich – im Zeichen der immer stärkeren Einbindung Deutschlands in die Weltwirtschaft – zu Börsen von internationaler Bedeutung entwickelt. In Echtzeit werden hier Produkte aller Art und aller Lebensbereiche gehandelt, seien es Schweinehälften, Edelmetalle oder Energie. Dementsprechend ist eine Börse der Ort wirtschaftlichen Handelns, an dem Angebot und Nachfrage direkt und unmittelbar aufeinandertreffen. Die Börse Deutschland ist für den internationalen Markt ein für den Waren- und Geldverkehr nicht zu unterschätzender Faktor.

Börse und Börsenhandel sind nicht nur Gradmesser der wirtschaftlichen Gesamtsituation, sondern auch oft Impulsgeber. Zudem ist die Börse mit den Börsianern ein hochsensibles Gebilde aus Fakten und wirtschaftlichem Handeln, aber genauso aus Spekulationen und Emotionen. Wer einmal einen Handelstag auf dem Parkett der Börse Deutschland miterlebt hat, wird schnell an eine Mischung aus Wahnsinn und völligem Durcheinander denken. Dabei verläuft der Außenhandel nach strengen, für den Außenstehenden nicht erkennbaren Regeln. Allerdings können die Vermutungen eines einzelnen Händlers – wenn sie in den Börsenalltag einfließen – ganze Märkte zusammenbrechen lassen. Da niemand genau wissen kann, wie sich der Wert einer Ware oder Dienstleistung entwickelt, sind Spekulationen und Vermutungen Tür und Tor geöffnet. Zwar beschäftigen sich ganze Scharen von Analysten und anderen Fachleuten mit der wirtschaftlichen Gesamtentwicklung, versuchen Erfahrungen und Perspektiven einzubeziehen, aber in die Zukunft blicken kann auch an der Börse niemand.