Der Goldpreis ist von vielen Faktoren abhängig

Gold ist ein Edelmetall, welches verstärkt als Geldanlage angewendet wird, weil es relativ preisstabil ist. Das Metall ist sowohl selten als auch beliebt bei Schmuck und Accessoires.


Es gibt viele Gründe, weshalb Gold bisher relativ preisstabil ist. Zum einen kommt es statistisch in der Erdkruste nach heutigem Erkenntnisstand selten vor, zudem ist es nur schwer zu fördern. Zum anderen war es schon in der menschlichen Historie aufgrund seines gelblich-schimmernden Glanzes und des Edelmetallcharakters sehr begehrt, daher verwendete man es schon immer zur Herstellung von Schmuck- und Kunstgegenständen. Gold ist auch eines der Metalle, die trotz ihrer Seltenheit fast in jedem Teil der Erde zu finden sind, daher hat es auch weltweit eine historisch gewachsene Bedeutung. Gold wird aber nicht ausschließlich in der Schmuckindustrie verwendet, es kann auch für technische Anwendungen infrage kommen, beispielsweise für elektrische Leiter mit sehr geringen spezifischen Widerständen.

Neben Gold spielt bspw. Silber eine wichtige Rolle auf den Kapitalmärkten. Viele Notenbanken und Staaten kaufen Gold, um Kapitalreserven zu schaffen, da es in der Regel einen deutlich geringeren Wertverfall hat als diverse Währungen. Der Preis für Gold kann sogar während einer Wirtschaftskrise steigen, da viele Kleinanleger ihr Sparvermögen dann in eine werthaltige Anlage investieren möchten, um einem Vermögensverlust durch Inflation der Währung vorzubeugen. Dieses Wachstum ist aber trügerisch, da spätestens nach einem kommenden Wirtschaftsaufschwung viele Anleger ihr Goldvermögen wieder verkaufen, um brauchbares Kapital zu schaffen. Daher wird der Preis für Gold auch spekulativ ermittelt und plötzlich einbrechen, falls viele Anleger auf einmal ihr Gold wieder verkaufen möchten. Diese Krisen sind durchaus vorgekommen, allerdings hat sich das Edelmetall historisch als vergleichsweise resistent erwiesen, da der Preis nie zu stark gestiegen ist. Der Preis wird dabei an der Börse ausgegeben, wo ein aktueller Kurs berechnet wird. Viele Bankhäuser verkaufen und kaufen Goldreserven gegen den aktuellen Tageskurs, der regelmäßig nach Angebot und Nachfrage ermittelt wird.